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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft

Nicht geködert

Wie können Verbraucher*nnen in Kantinen, Mensen und Gaststätten sowie Kinder bei der Schulspeisung dazu gebracht werden, sich für eine nachhaltige Speise zu entscheiden? Mit dieser Frage beschäftigte sich Pascal Ohlhausen in seiner Masterarbeit. „Die Außer-Haus-Gastronomie, zu der unter anderem Kantinen und Mensen zählen, ist nach dem Lebensmitteleinzelhandel der zweitgrößte Absatzkanal für Lebensmittel in Deutschland“, so der Wirtschaftswissenschaftler. Ohlhausen bediente sich dabei des Nudgings, des Anstupsens eines Menschen, um sein Verhalten in eine gewünschte Richtung zu lenken, ohne mit Verboten zu agieren. „Mein Anstupser war der sogenannte Decoy-Effekt mit beschreibenden Namen“, so der 26-Jährige. Der Decoy-(Köder-)Effekt stammt aus der Marketing-Theorie. Um zu erreichen, dass bei der Wahl zwischen Produkt A und B das Produkt A gekauft wird, wird ein Produkt C (der Köder) hinzugefügt. Der Köder ist Produkt A in seinen Eigenschaften unterlegen. Pascal Ohlhausen fand jedoch heraus, dass der Decoy-Effekt bei seiner Studie nicht wirkte. Die Verbraucher wählten die nachhaltigen Speisen bereits, wenn beschreibende Namen wie „Gemüselasagne aus regionaler Landwirtschaft“, „mit saisonalen Produkten“ oder nur der Zusatz „bio“ oder „kalorienarm“ verwendet wurde. Den Köder des schlechteren Produktes C brauchte es nicht.

Pascal Ohlhausen schrieb seine Masterarbeit an der TU Dresden und der TU Berlin am Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaften. Dort promoviert er derzeit auch.

Sybille Nitsche, "TU intern" 13. April 2018

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