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TU Berlin

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Forschung

Mit dem 2Rad zum 1Kaufen

Berlin will Fahrradstadt werden – die TU Berlin gibt wissenschaftlichen Support

Fünfzehn Einzelhändler nahmen am Projekt teil
Lupe

Wer einmal mit dem Fahrrad auf dem Radweg an der Schönhauser Allee im Rückstau gestanden hat, weiß, wie wichtig ein Radkonzept für die verkehrsreiche Straße im Prenzlauer Berg ist. Der rot-rot-grüne Senat hat den Radlern ein besseres Berlin versprochen, dazu gehört es, diese Straße fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. „Als ich davon hörte, habe ich überlegt, was ich Vernünftiges aus der Wissenschaft da hineintragen kann“, sagt Prof. Dr. Oliver Schwedes vom Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung an der TU Berlin. Da er weiß, dass solche Projekte oft an der Angst der Einzelhändler vor Umsatzeinbrüchen scheitern, setzte er mit dem Forschungsprojekt „2Rad – 1Kauf – 0Emission“ genau an diesem Punkt an. „Wir wollten die Händler motivieren, gemeinsam getragene Lösungen für die Schönhauser Allee als radfahrfreundlichen Standort zu entwickeln und umzusetzen“, sagt er. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert und gemeinsam vom Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung und vom Fachgebiet Stadt- und Regionalökonomie durchgeführt.
Das Projekt startete im April 2016. „Es war eine große Herausforderung, die Händler zu gewinnen“, sagt Schwedes. Zum einen seien sie tendenziell eher Einzelkämpfer, die sich unter anderem gegen Gentrifizierung behaupten müssten, zum anderen überschätzten sie immer noch die Rolle des Autofahrers als bester Kunde.

 15 Einzelhändler konnten die Forscher überzeugen, gemeinsam mit ihnen die Marke „Schönhauser-Rad-Allee“ zu entwickeln. Bei regelmäßigen Treffen setzen sie sich mit den Themen Parkplatz, Pannenhilfe und Gepäcktransport auseinander und haben Warnwesten, Radfahrtaschen sowie Reparatursets entwickelt, die gegen Spende an Radfahrende weitergegeben werden. Neu ist ein Lastenfahrrad, mit dem die Geschäfte Waren ausfahren oder anliefern können.
Gerade wurde das Forschungsprojekt um ein halbes Jahr verlängert. Oliver Schwedes ist froh, denn „nun haben wir noch Zeit, das Kind zum Laufen zu bringen, bevor wir uns aus der Schönhauser Allee zurückziehen.“

Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 16. Februar 2018

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