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TU Berlin

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Forschung

Was ist eigentlich …

… grüne Infrastruktur?

Stefan Heiland, Fachgebietsleiter Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung, hat als Projektleiter mit seinem Team am „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ federführend mitgewirkt
Lupe

Was ist das Bundeskonzept Grüne Infrastruktur, kurz BKGI?
Das BKGI ist ein bundesweites Konzept zur Erhaltung von Natur und Landschaft und der Leistungen, die sie für die Menschen erbringen. Es soll bundesweiten Fachplanungen, zum Beispiel der Verkehrswegeplanung, Informationen und Bewertungen zur Seite stellen, um sie unter Naturschutzaspekten zu qualifizieren. Dem BKGI liegt ein Fachgutachten zugrunde, das unter Leitung meines Fachgebiets gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Kassel erarbeitet wurde. Während sich das BKGI pragmatisch auf vorhandene Kenntnisse und Daten bezieht beziehungsweise bewusst beschränkt, ist das Fachgutachten inhaltlich deutlich umfassender und spricht auch künftige Aufgaben an. Es geht unter anderem um den Erhalt biologischer Vielfalt, die Vielfalt von Landschaften, um Boden- und Klimaschutz und um die Bedeutung einzelner Arten und Lebensräume für Naturerlebnis und Erholung.

Wie passen die Begriffe „grün“ und „Infrastruktur“ zusammen?
Gerade die scheinbare Widersprüchlichkeit der Begriffe kann Aufmerksamkeit für das damit verbundene Anliegen erregen. Mit Infrastruktur verbinden wir positive Leistungen für den Menschen. Auch natürliche und naturnahe Flächen erbringen solche, zum Beispiel für Trinkwasserschutz, Erholung oder klimatischen Ausgleich. Auch „gebautes Grün“, wie etwa begrünte Dachflächen oder Grünbrücken, können solche Leistungen erbringen und sind dann Teil grüner Infrastruktur. In manchen Fällen kann diese sogar effektiver und kostengünstiger sein als graue Infrastruktur, zum Beispiel beim Hochwasserschutz.

Was ist das Ziel grüner Infrastruktur?
Ziel grüner Infrastruktur sind der Erhalt biologischer Vielfalt, die Erhaltung und Verbesserung des Zustands von Ökosystemen sowie die Sicherung sogenannter Ökosystemleistungen. Das sind Leistungen, die Ökosysteme für den Menschen erbringen. Diese können wir häufig technisch nicht oder nur unter hohem Aufwand ersetzen. Dazu zählen beispielsweise die Wasserreinigung durch Böden, die Bestäubungsleistung durch Insekten, die Temperaturabkühlung durch städtische Vegetation oder die Rolle von Grün für die Erholung.

Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 13. Juni 2017

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