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TU Berlin

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Menschen

IPODI-Projekt

Gesundheitssystem für Asylsuchende

Nora Gottlieb
Lupe

Kranke Asylsuchende müssen in vielen Bundesländern zunächst zum Sozialamt und dann erst zum Arzt. In anderen erhalten sie eine Gesundheitskarte. „Die unterschiedlichen Praktiken sind sowohl historisch gewachsen, als auch politisch bedingt“, sagt Nora Gottlieb, seit Mai 2016 IPODI-Wissenschaftlerin an der TU Berlin. Die Sozialwissenschaftlerin arbeitet am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen bei Prof. Dr. Reinhard Busse und vergleicht in ihrem IPODI-Projekt die beiden Modelle – Versorgungsschein vs. Gesundheitskarte. „Ziel ist es, eine Grundlage für politische Entscheidungen zu schaffen und zu zeigen, welches Modell unter gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekten sinnvoller ist.“

„Je einfacher und umfassender der Zugang zur Primärversorgung ist, desto günstiger wird es“, kann Gottlieb schon jetzt sagen. „Viele, die den Umweg über das Amt nehmen müssen, gehen später oder gar nicht zum Arzt, weil die Hürden zu hoch sind. Die Behandlung ist dann gegebenenfalls schon viel komplizierter. Die Gesundheitskarte für  Asylsuchende scheint mir daher wirtschaftlicher.

Friederike Meier, "TU intern" 17. Februar 2017

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