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TU Berlin

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Junge Wissenschaft

Bürger machen Ernährungspolitik

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Lange Zeit war das Thema Ernährung kein Thema für die Berliner Politik. „Das änderte sich vor zwei Jahren, als zivilgesellschaftliche Akteure begannen, einen anderen Diskurs über Ernährung zu führen“, erzählt Beatrice Walthall (30), „indem Ernährung nicht mehr auf Lebensmittel als Konsumgut reduziert, sondern als ein öffentliches Gut diskutiert wird, bei dem die Kommune die Verantwortung nicht an den Markt abgeben kann.“ Derzeit ist sie Doktorandin am Center for Metropolitan Studies im Internationalen Graduiertenkolleg Berlin – New York – Toronto, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Dort promoviert sie darüber, ob und wie zivilgesellschaftliches Handeln die Berliner Politik im Bereich Ernährung beeinflusst. Im Fokus der Forschungen von Beatrice Walthall, die Soziologie, Humangeografie und Stadtforschung studierte, stehen die Veränderung von Diskursen zu Themen wie Verpflegung in öffentlichen Kantinen und die Schulspeisung. Sie untersucht, wer und wie über das Nahrungsmittelsystem in Berlin derzeit nachdenkt und diskutiert, warum und wie sich zivile Akteure an der Thematisierung von städtischer Ernährung beteiligen und wie sich dadurch in Berlin die Lebensmittelpolitik verändert. „Meine These, dass Änderungen maßgeblich von der Zivilgesellschaft vorangetrieben werden, verdichtet sich. Durch zivile Initiativen wie den Ernährungsrat in Berlin kann die Politik das Thema Ernährung nicht mehr ignorieren“, sagt sie. Immerhin findet es sich im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün. Und sie beobachtet, dass die öffentliche Hand zunehmend Aufgaben in diesem Bereich übernimmt wie zum Beispiel die Entwicklung einer städtischen Ernährungsstrategie.

Sybille Nitsche, "TU intern" 9. Oktober 2017

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