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TU Berlin

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Forschung

„Wir sind gut aufgestellt“

Vizepräsidentin Christine Ahrend über die Vorbereitungen der TU Berlin auf die neue Exzellenzstrategie

Das Kernteam für die Exzellenzinitiative rund um Vizepräsidentin für Forschung und Berufungsangelegenheiten Christine Ahrend (3. v. l.): Martin Steiof, Julia Köller, Christine Ahrend, Veronique
Lupe

Der Startschuss ist gefallen: Mit der Programmankündigung im Juli und der Veröffentlichung der Ausschreibung Ende September wurde nun eine neue Runde der Exzellenzinitiative eingeläutet – unter einem neuen Namen: „Exzellenzstrategie“.  Klar, dass die TU Berlin dabei sein wird. Welche Schritte muss sie nun gehen und wie bereitet sie sich vor?
Wir haben natürlich schon mit den Vorbereitungen begonnen, denn der Zeitplan ist durchaus sportlich. Im April 2017 sollen die Antragsskizzen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Begutachtung vorliegen. Im September 2017 wird entschieden, welche davon als Hauptanträge formuliert werden sollen, die bis Februar 2018 vorliegen müssen. Spannend wird dann der September 2018: Da entscheidet die Exzellenzkommission, welche Exzellenzcluster ab Januar 2019 gefördert werden. Ab Herbst 2018 beginnen parallel die Antragstellung und die Begutachtung der Förderlinie „Exzellenz-universitäten“, in der sich die drei großen Berliner Universitäten als Verbund bewerben wollen. Die Entscheidung darüber fällt im Juli 2019, die Förderung in dieser Linie beginnt im November 2019. Insgesamt geht es um 533 Millionen Euro, mit denen elf Exzellenzuniversitäten und bis zu 50 Forschungscluster gefördert werden.

Wie viele Cluster kann die TU Berlin ins Rennen schicken?
Zu meiner großen Freude haben wir 15 ausgezeichnete Skizzen auf sehr hohem Niveau bekommen, und zwar aus allen Fakultäten, oft interdisziplinär und unter Einbezug von Fachgebieten anderer Universitäten sowie außeruniversitärer Partner. Leider können wir nicht alle innerhalb der Exzellenzinitiative weiterverfolgen, da einige nicht dem Kriterienkatalog der DFG entsprechen. So haben oft Junior-Profs, „brennende“ junge Forscherinnen und Forscher mit tollen Ideen, als PIs (Principal Investigators, die den Antrag tragen, Anm. d. Red.) aufgrund ihres Alters noch nicht genug DFG-Projekte, SFBs oder Fachartikel vorzuweisen. Andererseits dürfen die PIs zum Ende der mehrjährigen Förderperiode noch nicht im Ruhestand oder emeritiert sein. Die Altersspanne der in Frage kommenden PIs ist also sehr begrenzt. Diejenigen Anträge, die wir herausnehmen mussten, werden aber mit Hilfe unserer neuen Forschungsförderung in Forschungsverbünden aufgehen, zu Sonderforschungsbereichen vorangetrieben werden oder ohnehin Teil von Clustern mit unseren Partneruniversitäten sein.

Wie schätzen Sie die Chancen des Verbundantrags der drei großen Universitäten ein, den Status „Exzellenzuniversität“ zu erlangen?
Zwei davon sind ja bereits Exzellenz-universitäten und konnten sich mit den Exzellenzmitteln natürlich weiterentwickeln. Doch wir waren nicht untätig: Wir können die Weiterentwicklung unserer fakultätsübergreifenden Forschungen einbringen, ein moderneres Nachwuchskonzept, die administrative Weiterentwicklung insbesondere mit dem Riesenprojekt zum E-Government, dem Campusmanagementsystem mit SAP, sowie weitere umfangreiche Forschungsaktivitäten wie ganz aktuell die Digitalisierungskampagne. Auf der Arbeitsebene sind wir Universitäten ohnehin schon längst verbunden. Wir ergänzen uns also mit unseren Stärken, was mit dem Verbundantrag nun institutionalisiert wird. Ein Antrag in dieser Förderlinie darf allerdings nur gestellt werden, wenn jede der beteiligten Universitäten mindestens einen Cluster eingeworben hat. Aber da bin ich mit Blick auf die vorliegenden Antragsskizzen doch sehr zuversichtlich. Wir sind gut aufgestellt.

Gibt es bereits Abstimmungsrunden mit den anderen Universitäten?
Die Präsidien treffen sich schon seit dem Frühjahr. Gerade gab es sogar eine zweitägige Klausur. Dort haben wir an der Ausgestaltung dieses Verbundantrags gearbeitet, an der Findung von Zielen und Leitthemen. Ich habe die Stimmung dort als sehr angenehm, als hochmotiviert und integrativ empfunden. Es hat sich dort regelrecht ein starkes „Wir-Gefühl“ entwickelt. Diese Klausurtreffen der Präsidien sollen nun regelmäßig stattfinden. Ziel ist ein gemeinsames Konzept, das die bereits vorhandenen Synergien beschreibt, worauf wir in Forschung, Lehre, im Campusmanagement, in der Nachwuchsförderung aufbauen wollen und was wir erweitern wollen. Aber auch neue strategische Leitthemen befinden sich im Aufbau. Das angedachte Konstrukt ist eine virtuelle große Universität, in der gleichwohl jede Uni eigenständig bleibt. Wir wollen damit den Standort Berlin als Wissenschaftsstadt mit allen ihren Ressourcen, auch mit den Anbindungen an die vielen außer-universitären Einrichtungen, in den Fokus rücken.

Welche weiteren konkreten Vorbereitungen trifft die TU Berlin?
Wir haben bereits einen Exzellenzbeirat aus Kolleginnen und Kollegen unserer Universität berufen, die viel DFG-Erfahrung haben, die aber selbst nicht PI in einem Cluster sind. Sie diskutieren mit uns und den beteiligten Forschenden die Antragsskizzen und geben ein fundiertes Feed-back. Darüber hinaus habe ich externe Kollegen angesprochen, um ein eigenes Gutachterverfahren zu initiieren. Es sind internationale Fachleute, die nicht in Konkurrenz zu unseren Clustern stehen und die die von uns ausgewählten Cluster-Anträge anonymisiert begutachten sollen, um in aller Offenheit Lob, aber eben auch Kritik äußern zu können. Auf der Grundlage dieser Feedbacks werden wir zusammen mit den Cluster-Verantwortlichen noch einmal genau prüfen, ob alle diese Cluster-Anträge weiterverfolgt werden. Es war dabei übrigens schön, zu erleben, wie begeistert die Gutachter waren, dass sie von uns angesprochen wurden, also welch guten Ruf die TU Berlin auch im Ausland genießt und wie bekannt unsere Forschungen dort sind.

Das klingt nach umfangreichen Aufgaben auch für die interne Administration. Wie werden diese bewältigt?
Dafür haben wir bereits eine „Ex-Stra Task Force“ aufgestellt. Als erste Ansprechpartnerinnen und Koordinatorinnen gehören Julia Köller, meine persönliche Referentin, und ich dazu. Teamleiter und insbesondere für die Steuerung der Kontakte zu den Verbund-Unis zuständig ist Dr.-Ing. Martin Steiof aus der Forschungs- und Entwicklungsplanung. Für die Analysen und die Koordination im Verbundthema konnten wir neu Dr.-Ing. Aranka Podhora und für die enge Cluster-Begleitung Veronique Riedel gewinnen. Und als Seele des Ganzen hält Katja Lehmann im Sekretariat die Bälle in der Luft. Aber es sind natürlich noch viele Kolleginnen und Kollegen aus Abteilungen wie dem Controlling, der Forschungsabteilung und aus den Fakultäten eingebunden und unterstützen uns sehr. Das hat mich sehr gefreut, weil es deutlich zeigt, wie engagiert die TU-Mitglieder doch an einem Strang ziehen. Derzeit sind wir außerdem dabei, fakultäts- und universitätsübergreifende Teams zusammenzustellen, die sich mit den Leitthemen des Verbunds befassen werden.
Natürlich ist auch das gesamte Präsidium eingebunden. Es kommt zu einem neuen, 14-tägigen Exzellenz-Strategie-Regeltermin zusammen, damit alle Präsidiumsmitglieder aktuell über den Arbeitsstand informiert sind und ihre jeweiligen Netzwerke strategisch nutzen können.

Was sind die nächsten Schritte?
Die Präsidiumsmitglieder werden alle Fakultäten besuchen, um mit ihnen über die Strategie zu sprechen, ihnen den Stand der Dinge darzustellen und sie zu fragen, was aus ihrer Sicht noch fehlen könnte, um ihre Ideen, Sorgen und kritischen Anmerkungen in den Prozess einzupassen. Die Exzellenzstrategie muss schließlich von der gesamten Universität getragen werden.

pp, "TU intern" Oktober 2016

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