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TU Berlin

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Forschung

Buchtipps

Montag, 28. Januar 2013

Pariser Lehrjahre

Lupe

/sn/ Zu Hunderten gingen junge Künstlerinnen und Künstler aus dem deutschsprachigen Raum zwischen 1793 und 1870 nach Paris, um sich in der Malerei, der Bildhauerei und der Zeichenkunst ausbilden zu lassen. Ein deutsch-französisches Forscherteam unter der Leitung der Kunsthistorikerinnen Bénédicte Savoy von der TU Berlin und France Nerlich von der Universität in Tours hat sich dieses in der Kunstgeschichte bislang kaum beachteten Phänomens der transnationalen Ausbildung mehrerer Künstlergenerationen im 19. Jahrhundert angenommen. In dem zweibändigen Nachschlagewerk „Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt“ werden bislang weitgehend unbekannte Daten und Fakten zum Aufenthalt, zur Ausbildung und zum künstlerischen Werk der Forschung zur Verfügung gestellt. Jedem Künstler, jeder Künstlerin ist in dem Lexikon ein Artikel gewidmet, gegliedert in einen Abriss der künstlerischen Laufbahn, eine Darstellung des Pariser Aufenthaltes, eine Auflistung jener Werke, die in Paris entstanden waren, und eine bibliografische Übersicht über die Quellen, die Aufschluss über die Pariser Zeit geben. Mit diesen Forschungen werfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Frage auf, ob angesichts dieser transnationalen Ausbildung die Vorstellung von nationalen Malschulen nicht hinterfragt werden müsse. Der erste Band, der die Periode zwischen 1793 und 1843 umfasst, ist jüngst erschienen.

France Nerlich, Bénédicte Savoy (Hrsg.): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt, Band 1: 1793–1843, Walter De Gruyter GmbH, Berlin/Boston 2013, ISBN: 978-3-11-029057, 149,95 Euro

Buchpräsentation mit Podiumsdiskussion und Lesung: 28. Januar 2013, 19.00 bis 22.00 Uhr, Institut français Berlin, Salle Boris Vian, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, Eintritt frei.
www.institutfrancais.de/berlin/agenda-610/

Zucker und Sklavenhandel

/pp/ Zucker war jahrhundertelang, neben Silber und Gold, eines der bedeutendsten Produkte wirtschaftlicher Aktivitäten. Er sei, so Peter Martin, Autor des Buches „Zucker für die Welt“, durchaus gleichzusetzen mit Kohle, Stahl und Erdöl, die heute die dominierende Rolle in unserer Wirtschaft spielen. So ist die Geschichte des Zuckers eng mit der des transatlantischen Sklavenhandels und der Sklaverei in Amerika verbunden. Das Buch zeigt Zusammenhänge auf, die zu den prägenden Elementen der gegenwärtigen Gesellschaft gehören: das Kredit- und Bankenwesen, die Arbeitsmarktregulierung, Betriebsorganisation, das Energiemanagement oder die Logistik. Ein besonderer Blick wird auch auf die soziale Umgestaltung der westlichen Gesellschaften geworfen: die Arbeiterbewegung, die Entwicklung der modernen Fabrikgesellschaft, aber auch auf die Einflüsse in Kunst und Sozialem, wie die Entwicklung von Rassenwahn und dessen Niederschlag in der Literatur. Herausgegeben von dem emeritierten TU-Professor Hubert Olbrich, der an der TU Berlin das Fachgebiet Technologie der Nebenprodukte der Zuckerindustrie (Lebensmitteltechnologie) leitete und Direktor des Zuckermuseums war (seit 1995 dem Deutschen Technikmuseum Berlin angegliedert), kann das Buch in der Universitätsbibliothek bestellt werden.

Peter Martin, Hubert Olbrich (Hrsg.): Zucker für die Welt. Die Anfänge der Sklaverei und der Fabrikgesellschaft in Amerika, Hamburg 2012, ISBN: 978-3-7983-2407-7, 18 Euro


www.univerlag.tu-berlin.de

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2013

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