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TU Berlin

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Forschung

„Abwassertest“ bestanden

Montag, 19. November 2012

Intelligente Pumpstation im Rahmen des Forschungsprojekts IMEBA erfolgreich getestet

Ein Wissenschaftlerteam aus dem Fachgebiet Fluidsystemdynamik prüft die „Gläserne Pumpe“, die als Pilotanlage an der TU Berlin steht
Lupe

Täglich werden 600 000 Kubikmeter Abwasser in Berlin über Kanalsysteme zu den Abwasserpumpwerken geleitet. Verstopfungen können in den Förderpumpen auftreten und oft müssen diese manuell behoben werden. Ein neu entwickeltes „intelligentes Pumpsystem“, das automatisch auf Störungen mit Gegenmaßnahmen reagiert, soll Abhilfe schaffen und wurde im Hauptpumpwerk Berlin-Lichtenberg erfolgreich erprobt. Am 9. November fand vor Ort die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts IMEBA statt.

Nachdem ein Vorläufer-Projekt erforscht hatte, wie es zur Verstopfung von Abwasserpumpen kommt, hat das Projekt IMEBA („Innovative mechatronische Eingriffssysteme zur Betriebsoptimierung komplexer Abwassersysteme“) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen, Fachgebietsleiter der Fluidsystemdynamik, Lösungen entwickelt, die Pumpenverstopfungen erkennen und aufhalten beziehungsweise beseitigen. IMEBA ist ein Verbundprojekt: Die Technische Universität Berlin forscht, Hersteller ist die AUCOTEAM GmbH, und die Berliner Wasserbetriebe unterstützen es als Anwender.

In einem Pumpwerk aus Plexiglas haben TU-Wissenschaftler zahlreiche Maßnahmen zur Vermeidung und Beseitigung von Verstopfungen in Abwassersystemen entwickelt. Mechatronische Eingriffssysteme und Lösungsmodelle wie zum Beispiel Reinigungssequenzen und der Einsatz von Rückspülvorgängen wurden aus der Laborumgebung in die reale Umgebung des Abwasserhauptpumpwerks Lichtenberg übertragen. An beiden Orten untersuchten die Forscher verschiedene Maßnahmen systematisch. Sie experimentierten dabei mit unterschiedlichen Förderströmen, Drehzahlen und Pumpenkonstruktionen. Während der Versuche wurden Sensorsignale ausgewertet und daraus für eine Diagnose in einem realen Abwassersystem signifikante Signalkombinationen für Startsignale von automatischen Gegenmaßnahmen abgeleitet. Die Berliner Wasserbetriebe möchten nun die IMEBA-Ergebnisse schrittweise auf die rund 150 in Berlin dafür in Frage kommenden Pumpen übertragen. Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen blickt in die Zukunft: „Nun können wir gemeinsam mit den Partnern neue Aufgabenstellungen in dem Bereich angehen.“

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2012

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