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Forschung

Pilotanlage in der Spree

Freitag, 12. Oktober 2012

Am 14. September 2012 wurde eine fast 50 Meter lange Pilotanlage eingeweiht, die das schmutzige Mischwasser aus Regenwasser, Abwässern, Fäkalien und Straßenschmutz daran hindern soll, in die Spree zu fließen, und die am Osthafen in der Nähe der Oberbaumbrücke liegt. Die TU Berlin wird nach dem Startschuss den Betrieb der Anlage, der den Berliner Wasserbetrieben obliegt, wissenschaftlich begleiten. Starke Regenfälle bringen die Berliner Mischwasserkanäle regelmäßig zum Überlaufen und verschlechtern so die Wasserqualität der Spree.

Die Firma LURI.watersystems.GmbH der Initiative SPREE 2011 hat die Anlage entwickelt, die das Schmutzwasser zwischenspeichert, bis die Kanäle wieder frei sind. Zwei Jahre lang soll die Anlage getestet werden. Die Röhrenkonstruktion ist 48,5 Meter lang, 9,2 Meter breit und 4,3 Meter hoch. 14 dieser Anlagen wären notwendig, um die Spree zwischen Allianz-Gebäude am Treptower Park und Mühlendamm in Berlin-Mitte wieder zum Badefluss zu machen. Beteiligt an der Vorbereitung des Projekts waren die TU-Fachgebiete Siedlungswasserwirtschaft, Baustoffe und Baustoffprüfung, Grundbau und Bodenmechanik sowie Wasserwirtschaft und Hydroinformatik. Gefördert wird es von der Stiftung Zukunft Berlin sowie vom Bundesbildungsministerium. Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch vom TU-Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft wird den Betrieb wissenschaftlich begleiten und Einstellungen optimieren.

Agnieszka Asemota / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

Chimären in Netzwerken

Von Physikern der TU Berlin vorhergesagte neuartige Strukturen wurden erstmalig von Wissenschaftlern der University of Maryland (USA) experimentell nachgewiesen. Die Wissenschaftler analysierten sie nun gemeinsam detailliert und veröffentlichten die Ergebnisse in der renommieren Fachzeitschrift „Nature Physics“ online. Bislang konnten diese sogenannten Chimera-Zustände nur im Computer beobachtet werden. Sie zeigen gleichzeitig Bereiche hoher Synchronisation neben völlig irregulären, räumlich chaotischen Bereichen. Benannt nach der „Chimäre“, einem Feuer speienden Fabelwesen der griechischen Mythologie, das den Kopf eines Löwen, den Körper einer Ziege und den Schwanz einer Schlange hat, werden sie derzeit heftig diskutiert.

Ein Verständnis der komplizierten nichtlinearen Dynamik von Netzwerken ist für viele Anwendungen in der Physik (gekoppelte Laser), Biologie (neuronale Netzwerke im Gehirn) und der Technologie (Kommunikations- und Stromnetze) wichtig. Dr. Iryna Omelchenko, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theoretische Physik der TU Berlin, entdeckte bereits 2011 anhand von numerischen Simulationen unerwartete Zustände von symmetrisch gekoppelten, zeitlich diskreten Systemen. Sie arbeitet in der Nachwuchsgruppe des Bernstein Center for Computational Neuroscience Berlin, geleitet von Dr. Philipp Hövel, und des Sonderforschungsbereiches 910 „Kontrolle selbstorganisierender nichtlinearer Systeme: Theoretische Methoden und Anwendungskonzepte“, dessen Sprecher TU-Professor Eckehard Schöll ist.

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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