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TUB-newsportaltui1012: Gemeinsame Optimierung

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Forschung

Gemeinsame Optimierung

Freitag, 12. Oktober 2012

Biotechnologie ist die Basis für die Herstellung vieler Pharmazeutika, industrieller Biokatalysatoren, aber zunehmend auch von Grund-, Fein- und Spezialchemikalien. Experten aus Industrie und Wissenschaft schätzen, dass bereits 2030 ein Drittel der weltweiten industriellen Produktion aus biotechnologischen Prozessen stammen wird. Die Entwicklungszeiten liegen mit fünf bis acht Jahren allerdings im Vergleich zu anderen industriellen Prozessen sehr hoch. Sie zu verkürzen und damit Kosten und Investitionsrisiken zu minimieren, zum Beispiel durch Automatisierung und Robotereinsatz bereits in der frühen Entwicklungsphase, ist eines der Ziele des neu bewilligten Verbundprojekts „Autobio“, das über die nächsten drei Jahre vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Programms „Forschung an der Produktion von morgen“ mit insgesamt 3,7 Millionen Euro gefördert wird. Dafür erarbeiten die TU-Fachgebiete Bioverfahrenstechnik sowie Mess- und Regelungstechnik (Fakultät III Prozesswissenschaften) Methoden und Strategien. Sie stimmen sich dabei eng mit fünf mittelständischen Unternehmen ab, aus denen die Produktbeispiele stammen. Erstmals werden in diesem Projekt neben naturwissenschaftlichen auch ingenieurtechnische Fragen für die Prozessabläufe berücksichtigt. Betreut wird „Autobio“ vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA), Koordinator ist TU-Professor Prof. Dr. Peter Neubauer, Fachgebiet Bioverfahrenstechnik.

www.bioprocess.tu-berlin.de

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

Ostseeschutz darf etwas kosten

In der Ostsee wachsen nach wie vor zu viele Algen. Das beeinträchtigt die Wasserqualität zum Teil erheblich, was offenbar die Bereitschaft der Menschen in den Anrainerländern der Ostsee erhöht, für deren Schutz zu zahlen. Jährlich rund vier Milliarden Euro würden sie ausgeben wollen, um den ökologischen Zustand des Meeres zu verbessern. Dies belegt eine neue Studie des internationalen Forschungsnetzwerks „BalticSTERN“. Demnach sind sich die Menschen durchaus bewusst, welche Bedeutung eine intakte Ostsee für ihre eigene Umwelt hat. Die See leidet unter zu vielen Nährstoffen, oftmals trübem Wasser, Algenblüten und zu wenig Sauerstoff. Für ein gesünderes Meeresökosystem sind die Deutschen beispielsweise bereit, zusätzlich 27,40 Euro pro Person und Jahr zu zahlen. Die deutsche Fallstudie innerhalb des Forschungsnetzwerkes wurde am Fachgebiet Landschaftsökonomie von Prof. Dr. Volkmar Hartje am Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung (Fakultät VI Planen Bauen Umwelt) im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt.

Insgesamt wurden 10 500 Personen in allen neun Ländern an der Ostsee befragt. Die Studie zeigt: Viele Menschen sind besorgt über den Zustand der Ostsee, und sie beziehen sich dabei nicht nur auf die Regionen, in denen sie leben, sondern auf die gesamte Ostsee. Sie sind auch bereit, Maßnahmen finanziell zu unterstützen. Die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft variiert zwischen den Ländern und liegt zwischen vier und 110 Euro pro Person und Jahr. Die Ergebnisse der Studie sollen in eine Kosten-Nutzen-Analyse einfließen, die in Kürze veröffentlicht wird.

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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