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TU Berlin

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Forschung

Energiewandel durch Katalyse beschleunigen

Freitag, 12. Oktober 2012

Ralph Krähnert entwickelt als „Einstein Junior Fellow“ an der TU Berlin aktive Nanopartikel für die Wasserelektrolyse

Große Anlagen faszinieren Ralph Krähnert
Lupe

Die Katalyseforschung wandelt sich mit dem Bedarf der Gesellschaft. Wenn es darum geht, Energie zwischenzuspeichern, dann kann Katalyse einen wesentlichen Beitrag leisten. Und sie ermöglicht es auch, aus erneuerbaren Rohstoffen Chemieprodukte zu gewinnen,“ so Dr.-Ing. Ralph Krähnert. Er ist ein begeisterter und überaus erfolgreicher Wissenschaftler, der im Sommer diesen Jahres mit zwei großen Preisen ausgezeichnet wurde: Als „Einstein Junior Fellow“ wird er von der Einstein Stiftung Berlin und im Rahmen des Projekts „Elykat“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

„Was mich umtreibt, ist das Verständnis von Prozessen der Katalysatorherstellung. Ich habe den Wunsch, Katalysatormaterialien effektiver zu gestalten.“ Er ist überzeugt: „Das Potenzial vieler katalytischer Prozesse ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ Den Weg zur Katalyse hat Ralph Krähnert aus Interesse eingeschlagen: Große Chemieanlagen faszinierten ihn bereits in frühen Jahren. Jetzt entwickelt er an der TU Berlin Katalysatormaterialien mit Eigenschaften, die sich präzise einstellen und so gezielt optimieren lassen. Die untersuchten Materialien helfen zum Beispiel dabei, Strom aus erneuerbaren Energien mittels Elektrolyse in Wasserstoff umzuwandeln und so chemisch zu speichern. Ähnliche Katalysatorkonzepte könnten auch für die Verbesserung von Brennstoffzellen Verwendung finden.

Der Wissenschaftler arbeitet im Rahmen von „Elykat“ an der Herstellung geeigneter Wandbeschichtungen und katalytisch aktiver Nanopartikel für die Wasserelektrolyse. „Für eine katalytische Reaktion braucht man jedoch neben einem guten Katalysator auch oft einen speziellen Reaktor mit einer an den Katalysator angepassten Form. Das kann Pulver, ein Pellet oder eben eine Wandbeschichtung sein“, erläutert Krähnert. Der Fokus im Einstein-Projekt liegt vor allem auf Nanopartikeln mit bimetallischer Struktur, beispielsweise Gold oder Palladium. Solche in Katalysatoren oft verwendeten Edelmetalle sind seltene Rohstoffe. Der „Einstein Junior Fellow“ arbeitet daran, dass ihre Verwendung sparsamer und effektiver gestaltet werden kann. Dafür untersucht er beispielsweise, wie sich bimetallische Partikel bilden und wie man ihre Größe und Zusammensetzung steuern kann.

Aus persönlicher Überzeugung und auch wegen guter Aussichten auf einen spannenden Job sagt er: „Ich möchte alle jungen Menschen dazu ermutigen, Chemie zu studieren, sich dringenden Fragen unserer Zeit zu stellen und den Wandel hin zu erneuerbaren Energie- und Rohstoffquellen aktiv mit zu gestalten.“

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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