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TU Berlin

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Forschung

Was leistet das Gesundheitssystem?

Freitag, 13. Juli 2012

Gesundheitsökonomisches Zentrum an der TU Berlin eröffnet

Effizienz und Leistungsmessung bei der klinischen Versorgung sind unter anderem Themen des neuen Zentrums
Lupe

Seit Juli 2012 bildet das Fachgebiet Management gemeinsam mit Partnern der TU Berlin und der Charité eines der vier vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zunächst für vier Jahre geförderten Gesundheitsökonomischen Zentren in Deutschland. Die TU Berlin erhält 1,8 Millionen Euro. Insgesamt gehen rund 2,2 Millionen Euro an das Berliner Zentrum, das am 12. Juli feierlich eröffnet wurde und von Prof. Dr. Reinhard Busse geleitet wird.

Das Gesundheitsökonomische Zentrum BerlinHECOR (Centre for Health Economics Research) verfolgt neben einer nachhaltigen, international wahrgenommenen gesundheitsökonomischen Forschungsstruktur die Entwicklung, Organisation und Implementierung einer umfassenden Leistungsmessung und -rechnung innerhalb des deutschen Gesundheitssystems. Die Leistungsmessung bezieht sich, angelehnt an das „Health System Framework“ der Weltgesundheitsorganisation WHO, auf vier Bereiche: Bevölkerungsgesundheit, Messung von Ungleichheit in Gesundheit und Gesundheitsversorgung, „Responsiveness“ (Patientenzufriedenheit oder Eingehen auf gerechtfertigte Erwartungen der Bevölkerung) und Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Die Aktivitäten des Gesundheitsökonomischen Zentrums am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen werden von Prof. Dr. Leonie Sundmacher koordiniert und umfassen ihre Nachwuchsgruppe CHeC (Challenging Inequities in Health and Health Care), die Projekte RAC (Responsiveness in ambulatory care) und EMSiG (Preclinical emergency services in Germany).

Das Projekt der Nachwuchsgruppe CHeC hat eine umfassende Berichterstattung zur Bevölkerungsgesundheit und zum Ausmaß von Ungleichheit in Gesundheit und Gesundheitsversorgung in Deutschland sowie zu ihren Gründen zum Ziel. Das Teilprojekt RAC wird Daten zu „Responsiveness“ bei den niedergelassenen Ärzten, im sogenannten ambulanten Sektor, erheben und auswerten, also der Frage nachgehen, ob die Versorgung im Rahmen von strukturierten Versorgungsprogrammen den in sie gesetzten Erwartungen der Patienten gerecht wird. Das Projekt EMSiG untersucht, ebenfalls als Neuland, die Effizienz des präklinischen Rettungsdienstes im Vergleich zwischen den Bundesländern. Das weitere TU-Teilprojekt IQM-GH, geleitet von Prof. Dr. med. Thomas Mansky, wird den Erfolg von Qualitätsmessung im stationären Sektor untersuchen und so das Potenzial von Leistungsmessung evaluieren.

Die Projekte sind eng miteinander verknüpft und kooperieren mit weiteren Institutionen des Gesundheitswesens. Diese Institutionen liefern Sekundärdaten der Gesetzlichen Krankenversicherung, während die Kassenärztliche Bundesvereinigung Daten des ambulanten Sektors zur Verfügung stellt. Die Nachwuchsgruppe CHeC kooperiert darüber hinaus mit der Charité und arbeitet mit Primärdaten, welche in klinischen Studien erhoben wurden.

Ziel ist es, die Ergebnisse in nachvollziehbaren Kennzahlen zusammenzufassen und somit eine transparente Leistungserfassung des deutschen Gesundheitssystems zu begründen sowie eine Evidenz-basierte Gesundheitspolitik zu ermöglichen. Die Ergebnisse werden in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht, aber auch mittels einer hierfür angelegten Internetplattform der deutschen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Erarbeitung internationaler Vergleiche und Summer Schools sowie Austauschprogramme mit renommierten Partnern in Brüssel, Helsinki, London, Paris, Rotterdam und York sind fester Bestandteil der Arbeitsplanung.

www.BerlinHECOR.de

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2012

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