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Forschung

Belohnung für die harte Arbeit – die Exzellenz-Sprecher erzählen

Freitag, 13. Juli 2012

UniCat plant neuen Studiengang „Master of Catalysis“, die BMS ein Postdoc-Programm

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Aufgeregtheit, verspätete Verkündung und Pläne für die Zukunft – am 15. Juni 2012 gaben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat bekannt, welche Projekte aus der Exzellenzinitiative für weitere fünf Jahre gefördert werden. Der Exzellenzcluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) und die Graduiertenschule „Berlin Mathematical School“ (BMS) wurden weiter bewilligt. Es war ein großer Moment, dem viel Arbeit vorausging. Neue Aufgaben werden folgen. TU intern befragte dazu die Sprecher Prof. Dr. Matthias Drieß von UniCat und Prof. Dr. John M. Sullivan von der BMS.

Matthias Drieß
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UniCat-Sprecher Prof. Dr. Matthias Drieß berichtet: „Die Bekanntgabe hatte sich über eine halbe Stunde verzögert; dadurch wurde die Spannung noch größer, als sie ohnehin schon war. Wie auch das TU-Präsidium, habe ich durch eine E-Mail der DFG von der Entscheidung erfahren. Ich war überaus erleichtert und froh, nicht nur für die TU Berlin, sondern für die Berliner Naturwissenschaften insgesamt. Ich bin ins Hauptgebäude geeilt, um mit den UniCat-Mitgliedern anzustoßen.“ Die Verlesung der Ergebnisse durch den Präsidenten hatte bereits begonnen, als der UniCat-Sprecher bei Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach telefonisch nach dem Raum fragte, bevor er mit den Kolleginnen und Kollegen von UniCat, BMS und dem Präsidium mit Sekt anstoßen konnte. „Am späten Nachmittag habe ich mich mit meiner Familie getroffen. Wir sind gemeinsam mit Kollegen ausgegangen und haben gefeiert“, erzählt er weiter und resümiert: „Das war ein ganz großer Tag. Wir haben am Verlängerungsantrag anderthalb Jahre gearbeitet. Das war eine Ochsentour! Wir mussten ja nicht nur die Wissenschaft, sondern das Gesamtgefüge berücksichtigen.“

Und welches sind die nächsten Schritte? „Wir werden schnell die Bürokratie hinter uns lassen und uns wieder zu 120 Prozent der Forschung zuwenden. Dazu gehört eben auch, dass wir die besten Kräfte mobilisieren; auch auf Studierendenebene. Wir möchten zusammen mit den Studierenden Wege aufzeigen, um sie noch früher auf diese spannende Exploration der Katalyseforschung mitnehmen zu können. Dafür werden wir einen neuen Studiengang, den ,Master of Catalysis’, als ein neues Format neben den Bachelor- und Master-Studiengängen für Chemie einführen. Das ist ein fächerübergreifender Studiengang, der an allen Institutionen in Berlin, die an UniCat beteiligt sind, studiert werden kann. Es ist zwar schwierig, das zu organisieren, aber ich bin sehr optimistisch, dass wir ihn im nächsten Jahr anbieten können“, sagt Drieß mit Blick in die Zukunft.

Das wäre ein ganz großes Signal. Es zeigt, dass die Chemieausbildung in Berlin Spitzenniveau hat. Drieß macht deutlich, dass UniCat für die Studierenden und ganz Berlin neue Möglichkeiten schafft: „Die Zukunft liegt in der chemischen Energieforschung und der Frage, wie wir nachhaltiger wirtschaften und mit Ressourcen verantwortlich umgehen. Die Studierenden haben mit der Katalyse ein außerordentlich modernes Wissenschaftsfeld vor sich. Das spiegelt sich natürlich in der Ausbildung, in Lehrinhalten und in Praktika wider. UniCat hat sich zu einem internationalen Spitzenzentrum der Katalyseforschung entwickelt. Und wenn man eine Abschlussarbeit in diesem Bereich anfertigt, ist das ein starkes Wiedererkennungsmerkmal und ich bin mir sicher, dass es sehr attraktive akademische und unternehmerische Möglichkeiten bietet.“ Zum Standort in der Hauptstadt sagt Professor Drieß: „Berlin braucht die Wirtschaft für neue Jobs, und Spitzenforschung zieht Unternehmen an. Die Chemie-Absolventen müssen dann nach dem Studium nicht mehr in den Süden ziehen. Ich fühle mich mit Berlin verbunden und bin froh, dass man der Stadt jetzt das geben kann, was sie verdient. Die Leute können stolz darauf sein, was Berlin in der Exzellenzinitiative erreicht hat.“

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2012
John M. Sullivan
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Prof. Dr. John M. Sullivan, der seit dem 1. Juli der neue BMS-Sprecher ist, erzählt, wie es ihm am Entscheidungstag ergangen ist: „Wir waren schon nach unserer Begutachtung im Februar ganz zuversichtlich, dass es mit der zweiten Förderperiode klappt. Wir wussten, dass wir mit der BMS etwas Tolles aufgebaut haben, und glaubten, dies den Gutachtern gezeigt zu haben. Aber als es dann so weit war, dass die Entscheidungen verkündet werden sollten, waren wir doch ganz schön aufgeregt.“ Die DFG-Pressekonferenz, die um 15 Uhr beginnen sollte, und die entscheidende Nachricht der DFG ließen auf sich warten: „Es wurde uns versprochen, dass die Sprecher der Projekte vorher per E-Mail benachrichtigt werden. Aber da kam einfach keine Mail. Wir drückten andauernd auf ,Aktualisieren’, aber nichts! Die Schalen mit Nüssen, die für den Empfang im Hauptgebäude vorgesehen waren, leerten wir noch vor der Verkündung, Nervennahrung eben … als dann um kurz vor halb vier endlich die Nachricht übers Handy ankam, waren wir sehr erleichtert und haben uns riesig gefreut.“ Sullivan berichtet weiter: „Natürlich haben wir sofort eine kurze Mail an alle Studierenden und Professoren geschickt, die nicht anwesend waren. Es war sehr schön, zu wissen, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat. Die erste Klausurtagung des Vorstands, auf der wir uns über das Konzept für den Verlängerungsantrag Gedanken gemacht haben, fand bereits im Oktober 2010 statt, die Begutachtung im Februar 2012. Der Fortsetzungsantrag hat uns also anderthalb Jahre beschäftigt. Die Pressekonferenz der DFG haben wir dann jedenfalls gar nicht mehr mitbekommen. Die sollte über einen Livestream gezeigt werden, aber das hatte nicht geklappt.“ Tatsächlich war der DFG-Server unter den zahlreichen Zugriffen zusammengebrochen. Zwei Wochen später hat die BMS bei ihrem Sommerfest den erfolgreichen Antrag und den Sprecherwechsel gefeiert: „Da waren wir auf dem TU-Campus EUREF und haben ganz normal erst ein Friday-Colloquium durchgeführt und dann mit einem richtig schönen Grillfest auf die nächsten fünf Jahre angestoßen. Dabei konnten wir auch gleich den Wechsel der Sprecherschaft von der FU Berlin zurück an die TU Berlin begießen.“ Zu seiner neuen Position bei der Graduiertenschule sagt der Mathematiker: „Von Anfang an, seit 2006, habe ich mich für die BMS engagiert, zunächst im Vorstand und anderen Gremien und seit zwei Jahren als ,Co-Chair’. Turnusgemäß bin ich seit dem 1. Juli Sprecher der BMS. Damit habe ich noch größere Verantwortung dafür, dass die BMS auf ihren Erfolgen weiter aufbaut und dass sie ihre Ziele für die zweite Förderperiode erreicht.“ Und was steht jetzt auf der Agenda der BMS? „Die Studierenden haben zum Glück meistens Stipendien, die unabhängig von der neuen Finanzierung die geplanten drei Jahre lang laufen. Ich hoffe, dass jetzt die Verträge für das tolle BMS-Office-Team nicht nur verlängert, sondern auch verstetigt werden können – die BMS ist eine permanente Institution. Bevor wir aber beginnen, die geplanten neuen Elemente der Graduiertenschule wie zum Beispiel ein Postdoc-Programm aufzubauen, müssen wir den Bewilligungsbescheid abwarten. Eine kleine Kürzung wurde ja schon angekündigt. Wir müssen sehen, wie sich das auf unsere Vorhaben auswirkt.“

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2012

"TU intern" Juli 2012

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