direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Forschung

Zu neuen Ufern

Montag, 18. Juni 2012

Zwei neue Sonderforschungsbereiche in Mathematik und Gasturbinenforschung bewilligt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Technischen Universität Berlin genehmigt. Damit fließen in den nächsten vier Jahren rund 13 Millionen Euro in die Mathematik sowie in die Gasturbinenforschung.

Das ist ein großer Erfolg für alle beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität. Die TU Berlin konnte ihre Drittmittel von der DFG in den vergangenen zwei Förderperioden, die jeweils drei Jahre umfassten, um jeweils rund 20 Prozent steigern. Mit der Bewilligung der zwei neuen Großprojekte werden die Anstrengungen der TU Berlin erneut belohnt, die DFG-Drittmittel signifikant zu erhöhen. Im vergangenen Jahr machten sie einen Anteil von 29 Prozent an den rund 155 Millionen Euro Drittmitteln für die TU-Forschung aus.

Mit der Gasturbinenforschung soll nicht nur ein wissenschaftlicher Leuchtturm in Berlin etabliert werden. Es ist auch ein deutliches Zeichen für die ansässige Gasturbinenindustrie und damit für den Wirtschaftsstandort Berlin. Mit dem mathematischen Sonderforschungsbereich wird die Disziplin in Berlin noch weiter gestärkt. Erst kürzlich gab die Einstein Stiftung Berlin bekannt, dass sie das DFG-Forschungszentrum MATHEON künftig fördern wird (siehe auch Artikel www.tu-berlin.de/?id=120955).

Strömung in Gasturbinen

In dem neuen Sonderforschungsbereich „TurbIn – Signifikante Wirkungsgradsteigerung durch gezielte, interagierende Verbrennungs- und Strömungsinstationaritäten in Gasturbinen“ wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein innovatives Verbrennungskonzept entwickeln, um die Leistung von Gasturbinen besser nutzen zu können. Sprecher ist Prof. Dr.-Ing. Rudibert King vom TU-Fachgebiet Mess- und Regelungstechnik. Weltweit sind deutlich mehr als 100 000 große Gasturbinen im Einsatz: beispielsweise in Kraftwerken und an Flugzeugen. In der Gasturbine werden aber nur 40 Prozent der Energie des Treibstoffs genutzt. Über die Hälfte geht unter Erzeugung von Treibhausgasen als Wärme verloren. Ohne einen grundlegenden Systemwechsel sind kaum Verbesserungen möglich, heißt es unter Expertinnen und Experten. Es gilt, diese Grenzen aufzubrechen. Der Wirkungsgrad von Gasturbinen soll in diesem Sonderforschungsbereich um mehr als zehn Prozent gesteigert werden.

Die Förderzeit der ersten Phase beginnt am 1. Juli 2012 und soll am 30. Juni 2016 enden. Das Volumen beträgt rund sieben Millionen Euro. Maximal drei Phasen von insgesamt zwölf Förderjahren sind möglich.

Geometrische Strukturen

Der zweite neue Sonderforschungsbereich/Transregio, „Diskretisierung in Geometrie und Dynamik“, verbindet Geometrie mit dynamischen Systemen. Die TU Berlin und die TU München sowie assoziierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland und Österreich erhalten von der DFG bis 2016 rund sechs Millionen Euro für das Großprojekt. Sprecher ist Alexander Bobenko, Professor für Geometrie an der TU Berlin. Die Wissenschaftler werden sich mit Problemen der Diskretisierung von dynamischen Prozessen und geometrischen Strukturen beschäftigen. Die beiden einschlägigen Gebiete der Mathematik, die Theorie der dynamischen Systeme und die Differentialgeometrie, untersuchen glatte Objekte und kontinuierliche Prozesse, die durch sogenannte Differentialgleichungen beschrieben werden können.

Mit „Diskretisierung“ bezeichnet man Verfahren, diese Differentialgleichungen in Differenzengleichungen zu verwandeln. So können kontinuierliche Prozesse wie beispielsweise Satellitenbahnen und geometrische Strukturen wie gekrümmte Flächen im Raum mit Hilfe von Computern analysiert und berechnet werden.

jb / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.