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TU Berlin

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Forschung

EUREF-Campus – Stadtquartier von morgen

Montag, 18. Juni 2012

Das Areal in Berlin-Schöneberg entwickelt sich zum ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort

Die Energiewende hat bereits begonnen – zumindest auf dem fünf Hektar großen EUREF-Campus rund um den alten Gasometer in Berlin-Schöneberg. Zentral und verkehrsgünstig mitten in der Metropole gelegen, wird hier die Vision von der „Intelligenten Stadt der Zukunft“ entwickelt. Das Ziel ist ein europaweit beispielhaftes Stadtquartier mit ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Ideen für diesen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort, der, nach dem Ende des Ausbaus, rund 25 denkmalgeschützte Backsteingebäude, moderne Neubauten und attraktive Grün-, Park- und Freiflächen umfassen wird.

Geplant ist auch eine Heizversorgung mit Geothermie (schematische Darstellung)
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Solar- und Windkraft, Biogas und Tiefengeothermie, eine intelligente Verbrauchssteuerung und „Green Building“-Zertifikate für alle Neubauten sollen für eine nahezu CO2-neutrale Energieversorgung und damit für niedrige Verbrauchskosten sorgen. Die nach und nach entstehenden Neubauten genügen strengen Energieeffizienzkriterien und sind mit neuester CO2-neutraler Heiz- und Kühltechnik ausgestattet: energiesparende Dämmstoffe, dreifach verglaste Fenster, intelligente Fassaden und andere Bauteile aus gesundheits- und umweltverträglichen Materialien.

Schon beherbergt der EUREF-Campus Industrie- und Forschungspartner, mit denen die Konzepte für die „Stadt von morgen“ entwickelt und umgesetzt werden können. Auch befinden sich bereits einige E-Mobile inklusive Ladestationen auf dem Campusgelände. Sie sind öffentlich nutzbar, werden aus regenerativen Energien gespeist und können bis zu 30 Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden. Auch die ersten neuartigen Windräder sowie 90 dezentrale Fotovoltaik-Anlagen sind bereits installiert, zwei Wärmepumpen und ein Biogas-Blockheizkraftwerk sind in Betrieb. Ein „Micro Smart Grid“, ein einzigartiges intelligentes Stromnetz, kann seit einigen Monaten bereits in Echtzeit genauestens verfolgen und überwachen, wo auf dem gesamten Campus wie viel Strom verbraucht wird. Wenn morgens das Licht angeht oder wenn Günther Jauch unter heißem Scheinwerferlicht mit seinen Talkgästen diskutiert, dann gibt es extreme Ausschläge auf den Bildschirmen. Damit rückt Reinhard Müller, Investor, Geschäftsführer und Initiator des EUREF-Campus, seinem Fernziel näher, das gesamte Gelände mit lokalen regenerativen Energien von der Stromversorgung unabhängig zu machen sowie den Verbrauch durch weitere Speichermedien umweltschonend zu steuern.

Und auch die Liste der neuen „Bewohner“ des EUREF-Campus füllt sich weiter: Im Wasserturm, dem Standort der TU-Master-Studiengänge (siehe Artikel unten), siedelt sich auch das neu gegründete Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) an. Es wird geleitet von TU-Professor Dr. Ottmar Edenhofer, gleichzeitig stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Es leistet interdisziplinäre Forschungsbeiträge zu Fragen des nachhaltigen Wachstums. 17 Millionen Euro hat die Stiftung Mercator in dieses Klimaforschungsprojekt investiert. Ebenso hat das „Climate-KIC Deutschland“, das millionenschwere EU-Klimaforschungsprojekt, an dem auch die TU Berlin maßgeblich beteiligt ist, seinen Sitz bereits auf dem innovativen Campus.

www.eurefcampus.de

So soll der gesamte EUREF-Campus rund um Gasometer, Wasserturm und Messelbau, die schon weitgehend restauriert und ausgebaut sind, einmal aussehen. In zwei weiteren Ausbauphasen bis 2018 entstehen weitere Büro- und Produktionsgebäude
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Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

Herausforderungen der Energiewende meistern

TU Berlin startet drei Studiengänge mit diesem Profil

Bald schon werden die ersten Studierenden das denkmalgeschützte Kessel- und Maschinenhaus, den sogenannten Wasserturm, mit Leben füllen. Ab dem kommenden Wintersemester wird die TU Berlin in dem Klinkerbau von Architekt Alfred Messel neben dem ehemaligen Gasometer auf dem EUREF-Campus in Schöneberg drei einzigartige und zukunftsträchtige weiterbildende Master-Studiengänge anbieten, die als erstes Master-Programm direkt auf die Herausforderungen der Energiewende ausgerichtet sind. Thema: „Stadt und Energie“. Der Bau wird derzeit für den Studien- und Forschungsbetrieb saniert. Am 14. Juni 2012 war Richtfest.

Das Science Center: modernste Architektur mit einer energieeffizienten Versorgung (Animation)
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„Die drei disziplinübergreifenden Studiengänge ,Energieeffizientes Bauen und Betreiben von Gebäuden', ,Urbane Versorgungsinfrastrukturen' sowie ,Energieeffiziente urbane Verkehrssysteme' greifen zentrale Herausforderungen der Zukunft auf, für deren Lösung es gut ausgebildeter Studierender mit breit gefächertem Kompetenzspektrum bedarf. Sowohl für Absolventinnen und Absolventen als auch für die Lehrenden in diesem dynamischen und national sowie international sehr nachgefragten Feld sehe ich daher exzellente Zukunftsaussichten“, sagt Dr. Gabriele Wendorf, als TU-Vizepräsidentin unter anderem zuständig für Nachwuchsförderung und wissenschaftliche Weiterbildung.

Maximal 30 Studierende pro Jahr- und Studiengang sind hier eng mit der aktuellen Forschung verbunden. Lebendige Kooperationen mit den auf dem EUREF-Campus angesiedelten renommierten Unternehmen sorgen für das praxisorientierte Umfeld. Und inspiriert werden die Studierenden außerdem durch ihren eigenen Standort. Sowohl die Alt- als auch die geplanten Neubauten unterliegen strengen Energieeffizienzkriterien. So entsteht auf dem EUREF-Campus eine Community aus angewandter Forschung, Wirtschaft und Politikberatung im Sinne nachhaltigen Handelns. Die inhaltliche Ausgestaltung der Studiengänge liegt fakultätsübergreifend in den Händen des „Innovationszentrums Energie“ (IZE) der TU Berlin unter der Leitung seines Sprechers Prof. Dr. Frank Behrendt. Im IZE ist das Expertenwissen der vielfältigen Forschungsfelder aller für das Master-Programm relevanten Studienbereiche gebündelt und vernetzt. Die Studierenden der Masterstudiengänge melden sich über die TU-Campus EUREF gGmbH an und werden als Studierende bei der TU Berlin eingeschrieben. Die TU-Campus EUREF gGmbH ist ein An-Institut der TU Berlin. Sie beauftragt Lehrende der TU Berlin mit der Durchführung des Lehrbetriebs. Das An-Institut ist außerdem Partner in internationalen Projekten, zum Beispiel dem „Internationalen Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg“. Begleitet und strategisch weiterentwickelt wird das An-Institut von einem wissenschaftlichen Beirat unter Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard F. Hüttl, dem wissenschaftlichen Vorstand und Vorstandsvorsitzenden des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum – GFZ.

www.campus-euref.tu-berlin.de

 

Veranstaltungen, Konferenzen, Tagungen in der Kuppel des Gasometers: Schon jetzt fühlen sich Gäste wohl wie Günther Jauch, der seine ARD-Talkrunde von hier aus sendet
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Branchen- und disziplinübergreifendes Arbeiten, Wohnen und Lernen auf dem traditionsreichen Gelände in Schöneberg
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pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

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