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TU Berlin

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Forschung

Höhenforschung und elektrische Flugzeuge

Freitag, 11. Mai 2012

Kooperation zwischen der TU Berlin und der indonesischen Forschungsorganisation LAPAN wird ausgebaut

Große Antennenanlage im DLR-Standort Neustrelitz: Hier empfängt man die Signale vieler Satelliten, darunter auch die von LAPAN-TUBSAT
Lupe

Ihren ersten eigenen Satelliten entwickelten und bauten indonesische Ingenieure von 2004 bis 2006 im Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Udo Renner. Seit mehr als zehn Jahren besteht die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der indonesischen Forschungsorganisation für Luft- und Raumfahrt LAPAN und der TU Berlin. Der Satellit trägt den Namen „LAPAN-TUBSAT“ und startete erfolgreich als Zusatznutzlast mit der indischen PSLV-Rakete am 10. Januar 2007 in einen 640 Kilometer hohen Orbit.

Sein optisches Instrument zur Erdbeobachtung kann interaktiv gesteuert werden, was eine Besonderheit im Raumfahrtbereich darstellt. LAPAN-TUBSAT ist heute noch in Betrieb. „Auf diesen guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen TU Berlin und LAPAN wollen wir nun aufbauen, die bestehenden Beziehungen auf weitere Felder ausdehnen und damit auf eine neue Stufe heben“, sagt Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß vom Fachgebiet Raumfahrttechnik der TU Berlin. Am 27. März 2012 empfingen der Präsident der TU Berlin, Professor Dr.-Ing. Jörg Steinbach, und die drei Professoren Robert Luckner, Jürgen Thorbeck und Klaus Brieß aus dem TU-Institut für Luft- und Raumfahrt eine hochrangige Delegation aus Indonesien zur Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU). Den Vorsitzenden der indonesischen Luft- und Raumfahrtorganisation LAPAN, Professor Bambang S. Tejasukmana, begleitete der Attaché für Bildung der indonesischen Botschaft in Berlin. Das MoU regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt für zivile, nichtmilitärische Zwecke für die nächsten fünf Jahre. „Vier konkrete Themenbereiche wurden vereinbart“, erklärt Klaus Brieß. „Zum einen der Austausch in der studentischen Ausbildung, zum anderen Forschungsthemen zur Luftfahrt, zur Satellitentechnologie und zur Technik für Höhenforschungsraketen.“

Anfang Mai trafen sich Experten der TU Berlin und des LAPAN nochmals in Berlin, um im Rahmen des MoU auch weitere konkrete Kooperationsprojekte zu vereinbaren. Hier standen Projektvorschläge zum Austausch von Studierenden und Absolventen, zum Flugzeugentwurf, zu Technologien von Höhenforschungsraketen, Satellitentechnologien und Bodenstationstechnik sowie die Entwicklung eines elektrischen Hybridflugzeugs, „Light Aircraft Surveillance“, im Mittelpunkt der Gespräche. Als ein Beispiel für die mögliche sich anbahnende erweiterte Zusammenarbeit soll das im Sommersemester 2012 beginnende Ausbildungsprojekt „DECAN“ der TU Berlin zur Raketentechnik dienen. Dieses Projekt wird im Rahmen des STERN-Programms durch das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt e. V. (DLR) gefördert, um die Raketentechnik-Ausbildung des Nachwuchses in Deutschland besonders praxisnah zu gestalten. In dem Projekt werden Studierende mit Unterstützung des DLR in zwei Jahren eine zweistufige Rakete entwerfen, bauen und auf dem Versuchsgelände in Kiruna (Schweden) starten und betreiben. Die möglichen Synergien zu dem indonesischen Vorhaben zur Entwicklung einer Höhenforschungsrakete wurden in den Gesprächen aufgedeckt und entwickelt, sodass beide Seiten Nutzen aus dem Austausch von Ideen und Gedanken zu konkreten Umsetzungen ziehen können. Klaus Brieß ist zuversichtlich: „Auch auf den anderen Gebieten der Luft- und Raumfahrt wurden ähnliche interessante Zusammenarbeitsprojekte diskutiert und werden hoffentlich bald in konkrete Verträge zur Umsetzung überführt.“

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 5/2012

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