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TU Berlin

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Forschung

Kultur zwischen Europa und Asien

Freitag, 17. Februar 2012

Kooperationsprojekt der Literaturforschung mit Georgien

Mit der sehr komplexen Entwicklung des nationalen Selbstverständnisses Georgiens nach dem Zerfall der Sowjetunion befasst sich ein neues, mit 380 000 Euro von der Volkswagenstiftung gefördertes literaturwissenschaftliches Forschungsprojekt am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, das von Prof. Dr. Sigrid Weigel, TU-Professorin für Literaturforschung, geleitet wird. Dieses Selbstverständnis wurde sowohl durch die Nachwirkungen der Sowjetzeit beziehungsweise den imperialen russischen Deutungsanspruch über die Region als auch durch weiter zurückreichende Konflikte zwischen verschiedenen ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten innerhalb Georgiens überlagert. Das habe, so die Wissenschaftler, der georgisch-russische Krieg 2008 deutlich gemacht. In der Hinwendung des Landes zum Westen zeichne sich eine zunehmende Öffnung zum Schwarzmeerraum ab, die ebenfalls mit einer Problematisierung der Deutungshoheit über den Kaukasus verbunden sei. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Kulturelle Semantik Georgiens zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer“, in dem Doktoranden und Postdoktoranden aus Berlin und der Ilia State University in Tiflis zusammenarbeiten, fragt nach den Mechanismen und Formen dieser symbolischen Umdeutungen des geografischen Raumes. Die geografische Lage im Grenzraum führe dazu, dass hier Abgrenzungen zwischen Asien und Europa, Orient und Okzident mit Hilfe kulturell hoch aufgeladener Topoi ausgetragen würden. Insofern berührten Kulturforschungen über Georgien auch das kulturelle Selbstverständnis Europas.

www.philosophie.tu-berlin.de/menue/fachgebiete/literaturforschung

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2012

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