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TU Berlin

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Forschung

Bleib sauber!

Freitag, 17. Februar 2012

Im neuen Projekt ASKURIS (unter)suchen Wissenschaftler Spurenstoffe und Keime im Wasser

Am Tegeler See werden Proben entnommen
Lupe

Klimatische Veränderungen und demografischer Wandel können der Grundwasserqualität in Zukunft zusetzen. Es wird weniger Regenwasser zur Verdünnung und Reinigung der Berliner Gewässer erwartet. Und weil die Bevölkerung stetig altert, wird sie mehr Medikamente brauchen, deren Reste in den Wasserkreislauf gelangen werden. In verschiedenen Szenarien geht man davon aus, dass sich die Konzentration von Spurenstoffen in den Oberflächenwässern der Region möglicherweise verdoppelt. Wie kann dennoch die hohe Trinkwasserqualität in Berlin aufrechterhalten werden? Das Vorhaben ASKURIS nimmt sich des potenziellen Problems von Keimen und chemischen Spuren im Berliner Wasserkreislauf an. Der Technik-Vorstand der Berliner Wasserbetriebe Dr.-Ing. Georg Grunwald sagt: „In Berlin reicht eine naturnahe Aufbereitung aus, um es als Trinkwasser zu verwenden. Damit das auch künftig so ist, müssen wir vorsorgen.“

Mit dem Unternehmen haben sich deshalb Expertinnen und Experten der TU-Fachgebiete Wasserreinhaltung, Ökologische Wirkungsforschung und Ökotoxikologie sowie Methoden der empirischen Sozialforschung zusammengefunden. Als weitere Partner beteiligen sich das Kompetenzzentrum Wasser Berlin, das Umweltbundesamt, der Zweckverband Landeswasserversorgung Stuttgart und das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig. Das 4,4-Millionen-Euro-Projekt, das unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und mit mehr als einer Million Euro von den Berliner Wasserbetrieben gefördert wird, nennt sich „Anthropogene Spurenstoffe und Krankheitserreger im urbanen Wasserkreislauf: Bewertung, Barrieren und Risikokommunikation“. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird von Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel an der TU Berlin geleitet.

Zentrales Studienobjekt ist der Tegeler See. Dort will man beispielsweise nach Labortests die Wirkung von Aktivkohle auf chemische Restbestände erforschen. Es wird untersucht, ob man mit Hilfe von Ozon bessere Ergebnisse bei der Wasserreinigung erzielt und welche Nebenprodukte dabei entstehen könnten. Im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung unter Leitung von TU-Professorin Nina Baur wird gleichzeitig der Frage nachgegangen, wie die Bevölkerung mit Wasser umgeht, wie sie Medikamente entsorgt oder sich an Badeseen verhält. Die Untersuchungen zielen darauf ab, das Risikobewusstsein und -verhalten von Verbrauchern besser zu verstehen. So sollen die Voraussetzungen für ein optimiertes Risikomanagement geschaffen und Schlussfolgerungen ermöglicht werden, wie Kommunikationsmaßnahmen sinnvoll umsetzbar sind.

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2012

Berliner Gewässer entlasten

Damit über Abwasser keine Nährstoffe, organische Spurenstoffe oder Krankheitserreger in die Berliner Gewässer gelangen, müssen diese in den Kläranlagen ausgefiltert werden. Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel vom Fachgebiet Wasserreinhaltung der TU Berlin arbeitet mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen des Projekts „IST4R“ an neuen Verfahren zur Abwasserreinigung. Damit sollen unerwünschte Stoffe gezielt entfernt werden. Gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin werden Pilotversuche durchgeführt, bei denen Adsorption an Aktivkohle beziehungsweise Ozonierung und Flockungsfiltration kombiniert werden. Das Projekt wird mit rund einer Millionen Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bis Januar 2015 gefördert.

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