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Forschung

Ausgebremst

Freitag, 20. Januar 2012

Eine Untersuchung von "Managerinnen 50plus" zeigt, wie viel Wissenskapital Unternehmen durch den Ausstieg von erfahrenen Frauen verloren geht

Kompetente Managerinnen in der Lebensmitte, die an die "gläserne Decke" stoßen, reichen oft die innere Kündigung ein oder planen einen alternativen Ausstieg
Lupe [1]

Während Männer oft zwei, drei Karrierestufen auf einmal nehmen, stoßen Frauen trotz ihres starken Engagements für den Beruf und ihre Karriere regelmäßig auch nach langer Zeit der Firmenzugehörigkeit an die "gläserne Decke". Manche hoch qualifizierten und hochkompetenten Frauen, meist zwischen 45 und 55, kämpfen weiter, doch viele resignieren angesichts dieser Situation, streben eine Selbstständigkeit oder ein Ehrenamt an. Mit dem Ausscheiden dieser "Managerinnen 50plus" verlässt dann nicht nur eine langjährige Mitarbeiterin ein Unternehmen, sondern mit ihr auch ein über Jahre entstandener Wissensschatz. Eine mehrjährige empirische Studie unter der wissenschaftlichen Leitung der Genderexpertin Prof. Dr. Christiane Funken vom TU-Fachgebiet Medien- und Geschlechtersoziologie beleuchtet erstmalig diese Entwicklungen und Erfahrungen und macht deutlich, wo Handlungsbedarf bei der Personalentwicklung in Unternehmen für "Managerinnen 50plus" besteht. Die Studie entstand zusammen mit dem Verein European Women's Management Development International Network (EWMD) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie und Frauen, Senioren und Jugend. Christiane Funken sowie der Wissenschaftler Alexander Stoll und die Wissenschaftlerin Sinje Hörlin untersuchten die berufliche Situation von 30 Topmanagerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei allen war die Investition in die Karriere, trotz alternativer Lebens- und Partnerschaftsmodelle, mit großen Opfern in bezug auf ihr Privatleben verbunden - dennoch fehle, so das Fazit, ein zufriedenstellender "return of investment". Die Karriere stagniert auf hohem Niveau, der Weg in die Chefetage oder den Vorstand bleibt männlichen Kollegen vorbehalten. Die Frauen vollziehen daraufhin, so Christiane Funken in ihrer Studie, die innere Kündigung oder planen einen alternativen Ausstieg. Zusammen mit dem drohenden Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel kann das fatale Folgen für die Wirtschaft haben. Die Studie steht online zur Verfügung.

Christiane Funken: Managerinnen 50plus. Karrierekorrekturen beruflich erfolgreicher Frauen in der Lebensmitte, Berlin 2011
www.bmfsfj.de [2]

 

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

"TU intern" Januar 2012

  • Online-Inhaltsverzeichnis [3]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Januar 2012 [4]
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