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TU Berlin

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Forschung

Erdgas als Alternative zum Erdöl

Freitag, 16. Dezember 2011

13 Millionen Euro für gemeinsames Labor von UniCat und BASF

Im Labor der Zukunft suchen die Wissenschaftler nach der richtigen Formel. Im Bild ein Katalyselabor der Technischen Chemie
Lupe

Der Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat) und das Chemieunternehmen BASF SE haben am 8. Dezember 2011 einen Kooperationsvertrag zur Gründung eines neuen Gemeinschaftslabors unterzeichnet. In diesem Labor werden neue katalytische Prozesse für den Rohstoffwandel entwickelt. Damit wird die Suche nach Alternativen zum Erdöl vorangetrieben, insbesondere die Nutzung von Erdgas. Langfristiges Ziel ist die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen für die Herstellung von chemischen Produkten.

Badehose, Joghurtbecher und Sonnencreme haben eines gemeinsam: Ihr chemischer Ursprung ist Erdöl. Dieses wird in den nächsten Jahren immer teurer und schwerer verfügbar sein. Erdgas ist eine vielversprechende Alternative. Damit es jedoch zu Fasern, Kunststoffen und Pigmenten verarbeitet werden kann, muss es durch chemische Reaktionen zu Basis-Chemikalien umgesetzt werden. Dabei soll die Katalyse die Reaktionsfreude von Methan, der Hauptkomponente des Erdgases, erhöhen. Etwa 80 Prozent aller chemischen Produkte werden heute mit Hilfe heterogener Katalysatoren hergestellt. Katalysatoren helfen dabei, nachhaltig Energie und Rohstoffe einzusparen. In dem Gemeinschaftslabor sollen die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung im Bereich der heterogenen Katalyse schneller in die industrielle Anwendung übertragen werden.

Für die Errichtung des "UniCat-BASF Joint Lab" bringen die BASF SE und die TU Berlin erhebliche Ressourcen auf. BASF investiert bis zu 6,4 Millionen Euro im Laufe der ersten fünf Jahre. Das Gesamtvolumen beträgt rund 13 Millionen Euro. In dem 900 Quadratmeter großen Labor im Physikgebäude auf dem Campus Charlottenburg werden künftig zwölf Postdocs und Doktoranden forschen. Ab Januar 2012 erfolgt die Ausstattung mit Geräten zur Synthese, Charakterisierung und Testung von Katalysatoren.

"Das neue Labor ist ein wichtiger Baustein in der neuen Runde des Exzellenzwettbewerbes und wird den Campus Charlottenburg als Wissenschaftsstandort stärken", so TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär in der Berliner Wissenschaftsverwaltung, hob die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Impulse für Kooperationen mit international führenden Unternehmen im Bereich nachhaltiger Chemie hervor. Das "UniCat-BASF Joint Lab" erhält einen Lenkungskreis, der vom UniCat-Sprecher Prof. Dr. Matthias Drieß, von Prof. Dr. Robert Schlögl vom Fritz-Haber-Institut und vom Leiter des BASF-Kompetenzzentrums "Chemicals Research and Engineering" Dr. Friedrich Seitz geführt wird.

www.unicat.tu-berlin.de

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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