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TU Berlin

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Forschung

Die weiße Kathedrale der Produktionstechnik

Freitag, 16. Dezember 2011

Zum 25-jährigen Jubiläum stellt sich das PTZ den Herausforderungen der Zukunft

Das preisgekrönte Produktionstechnische Zentrum wurde durch das neue Anwendungszentrum für Mikroproduktionstechnik um 2400 Quadratmeter erweitert (im Vordergrund)
Lupe

Das große Geschenk für die hartnäckige und wissenschaftlich leidenschaftliche Arbeit am Produktionstechnischen Zentrum (PTZ) kam einige Tage vor dem mit einem Festkolloquium gefeierten 25-jährigen Jubiläum der "Fabrik der Zukunft": Prof. Dr.-Ing. Günther Seliger hatte von der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Nachricht erhalten, dass der von ihm beantragte Sonderforschungsbereich "Sustainable Manufacturing - Shaping Global Value Creation" bewilligt worden war (siehe auch S. 2). Er ist Leiter des Fachgebiets Montagetechnik und Fabrikbetrieb am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF), der einen Hälfte des Doppelinstituts.

Ein Vierteljahrhundert zuvor, am 25. November 1986, war das PTZ, die "weiße Kathedrale der Produktionstechnik", als Doppelinstitut von IWF und Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) eröffnet worden. Mit viel Weitblick hatten sich in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts die Visionäre der Technologien von morgen aus Wissenschaft und Forschung sowie aus der Politik engagiert, um die ingenieurtechnischen Lösungen von morgen in einem herausragenden Zentrum der wissenschaftlichen Zusammenarbeit im damals noch geteilten Berlin zu verwirklichen. Viele der damaligen Akteure waren unter den Gästen und Gratulanten der diesjährigen Jubiläumsfeier. Nicht nur Gast, sondern auch Redner war unter anderen der mittlerweile 83-jährige und nach wie vor sehr aktive und mit vielen Ehrungen und Preisen ausgezeichnete ehemalige Leiter beider Institute, Prof. Dr.-Ing. Günter Spur. "Die letzten 25 Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass Günter Spur recht hatte, wie wichtig die Produktionstechnik für Berlin war und in Zukunft auch wieder verstärkt sein wird - wenn man die gerade abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen der beiden großen Parteien für den neuen Senat in Berlin analysiert", sagte Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark, geschäftsführender Direktor IWF und Leiter des Fachgebiets Industrielle Informationstechnik, in seiner Begrüßungsrede.

Als 22-jähriger "cand.-Ing." im Maschinenbau habe er die Eröffnung des Doppelinstituts am Spreebogen in den Fachzeitschriften verfolgt. Heute trage er selbst Verantwortung für die Gestaltung, und ihm sei bewusst, welche erweiterte Rolle das PTZ in der Zukunft spielen müsse.

In seinem anschließenden Fachvortrag "Neue Leitbilder für die Fabrik von morgen" stellte Rainer Stark unter anderem neue Berufsbilder in den Fabriken der Zukunft vor, für die auch ausgebildet werden müsse. Beispiele seien Nachhaltigkeitsmentor, Systemarchitekt, Systemingenieur für virtuelle Produktentstehung, Bioproduktionsingenieur oder Global Production Network Designer. Er entwickelte eine erweiterte Wertedimension für die Fabrik von heute und morgen, die sich besonders der nachhaltigen und ressourcenschonenden Industrieentwicklung widmen müsse, ebenso wie der Innovationsfähigkeit, die auch Wissen als Produktionsfaktor mit einbeziehe und neue, intelligente und wandlungsfähige Geschäfts- und Betriebsmodelle entwickeln, also zukünftig über neue Aufgaben und Kompetenzen verfügen müsse. "Die ,Fabrik der Zukunft' wird abhängig sein von der sicheren Beherrschung der Informationsintelligenz", schloss er. "Sie erfordert ein neues Miteinander von Industrie, Forschung, Wissenschaft und der politischen Führung."

www.ptz-berlin.de

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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