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TU Berlin

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Forschung

Nano-Netzwerke maßgeschneidert

Freitag, 14. Oktober 2011

Erneut "ERC-Starting Grant" von 1,5 Millionen Euro

Chemiker Arne Thomas
Der Chemiker Arne Thomas entwickelt Funktionsmaterial im Nanometerbereich
Lupe

Erneut hat der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) einen der begehrten "ERC-Starting Grants" an einen Wissenschaftler der TU Berlin und des Exzellenzclusters "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat) vergeben.

Der Chemiker Prof. Dr. Arne Thomas erhielt die mit 1,5 Millionen Euro dotierte Förderung, die nur die besten Nachwuchswissenschaftler bekommen. Er will damit seine Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Funktionsmaterialien erweitern und die Forschung vorantreiben. Funktion und Struktur solcher Materialien, die zum Beispiel in der Katalyse anwendbar sind, werden im Nanometerbereich "maßgeschneidert".

"Ich bin sehr glücklich über diese Auszeichnung. Mit dem bewilligten Projekt ,Organic Zeolites-OrgZeo' wird unseren Arbeiten eine große Schubkraft verliehen", erklärt Arne Thomas. In dem Projekt sollen hochporöse organische Netzwerke entwickelt werden, die strukturell den anorganischen Zeolithen entsprechen. Diese Silikate sind zum Beispiel als Ionenaustauscher in Waschmitteln oder als Katalysatoren in der Erdölaufbereitung weit verbreitet. Für ihre Anwendung sind Hohlräume sehr bedeutsam, die nur wenige Nanometer messen. Diese gewährleisten eine hohe spezifische Oberfläche und einen guten Zugang zu den aktiven Zentren des Materials.
"Zum Beispiel könnten diese porösen organischen Netzwerke als Gasspeicher, Katalysatoren oder als organische Leuchtdioden sowie Solarzellen dienen", erläutert Arne Thomas. Er studierte Chemie in Gießen, Marburg und Edinburgh und promovierte am Max-Planck-Institut (MPI) für Kolloid- und Grenzflächenforschung, wo er auch nach einem USA-Aufenthalt das Projekthaus "Enerchem" koordinierte, einen Zusammenschluss aus fünf Max-Planck-Instituten, die gemeinsam "Nanochemische Konzepte einer nachhaltigen Energieversorgung" entwickeln. Mitte 2009 kam er zum TU-Exzellenzcluster UniCat auf eine Professur für Anorganische Chemie (Funktionsmaterialien).

Für die TU Berlin ist es bereits der fünfte "ERC-Starting Grant" seit Beginn des europäischen Förderprogramms 2009. Außerdem erhielten 2009 und 2010 drei TU-Wissenschaftler den "ERC-Advanced Grant", der bereits etablierte Forscherinnen und Forscher auszeichnet. Der ERC förderte damit international herausragende Forscherpersönlichkeiten der TU Berlin mit bisher insgesamt rund 13 Millionen Euro.

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2011

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