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TU Berlin

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Forschung

Metropole im intelligenten Netz

Freitag, 14. Oktober 2011

Durch den politisch forcierten Ausbau erneuerbarer Energien werden zukünftig immer größere Mengen an regenerativ erzeugter Energie ungenutzt bleiben, da nicht zu jedem Zeitpunkt genügend Strombedarf vorhanden ist. Denn Strombedarf und Einspeisung erneuerbarer Energien schwanken. Eine Studie, die die TU Berlin mit Unterstützung der Siemens AG und der Vattenfall Europe AG durchgeführt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass sich bis zum Jahr 2037 in Berlin durch ein künftiges intelligentes Stromnetz die Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom je nach Szenario um bis zu 23 Prozent steigern ließe. Gleichzeitig könnte die Stadt den Anteil ihrer CO2-freien Stromversorgung von heute 25 Prozent auf knapp 60 Prozent erhöhen. Eine der umfassendsten Veränderungen bei der Stromversorgung würden in den kommenden Jahren die Elektroautos mit sich bringen, sagt Prof. Dr. Kai Strunz vom TU-Fachgebiet Energieversorgungsnetze und Integration Erneuerbarer Energien, der an der Studie beteiligt war. Vor dem Hintergrund des 800-jährigen Jubiläums Berlins im Jahr 2037 hatten die Verfasser die deutsche Hauptstadt in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung gestellt. Jedoch lassen sich die im Rahmen der Studie erarbeiteten Lösungen auch auf andere Metropolen übertragen.

bk / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2011

Mobilität per Rad

Freitag, 14. Oktober 2011

Fahrräder
Lupe

Rund 200 Kilometer nördlich von Berlin boomt die Ferieninsel Usedom. Doch schon wenige Kilometer südlich macht sich der demografische Wandel insbesondere in der Infrastruktur bemerkbar. Der Einzugsbereich für Lebensmittelläden wird beispielsweise immer größer und die Entfernungen sind nicht mehr zu Fuß zu bewältigen. Viele besitzen jedoch weder Auto noch Führerschein. Hier kann der Fahrradverkehr in Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr die Erreichbarkeit in ländlichen Regionen enorm verbessern. Doch es ist ein gewisses Maß an Infrastruktur notwendig: Wege, Beschilderung, Mitnahmemöglichkeiten in Bus und Bahn. Eine "Mobilitätsagentur Stadt Land Rad" soll die Kommunen unterstützen, dieses zu leisten. Diese Idee des Zentrums Technik und Gesellschaft der TU Berlin, die mit weiteren Partnern als eins von 20 Forschungsprojekten in der Modellregion "Stettiner Haff" umgesetzt wird, wurde von 2008 bis 2010 vom Bundesverkehrsministerium finanziell unterstützt. Das "Stettiner Haff" ist eine von vier Regionen im bundesweiten Modellvorhaben "Demografischer Wandel". Als Erste, so Projektleiterin Silke Schmidtmann, ging 2010 die Mobilitätsagentur Ueckermünde an den Start. Sie war gleich so erfolgreich, dass sie bereits im September 2011 in neue Räume umziehen konnte.

http://www.mobilitaetsagentur-stadt-land-rad.de/

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2011

Hilfe bei Demenz im Alltag

Freitag, 14. Oktober 2011

Zusammen mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin den Nutzen eines medikamentösen Wirkstoffes namens "Memantin" bei Alzheimer und Demenz nachweisen. "2009 hatte das IQWiG zunächst keine Belege gefunden, dass Patienten von dem Medikament profitieren", erklärt Prof. Dr. Reinhard Busse vom Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin. "Der Hersteller hatte allerdings moniert, dass auf diese Weise die lückenlose Versorgung von Patienten mit diesem Medikament unterbunden würde. Daraufhin führten wir weitere Untersuchungen durch." Medikamente mit dem Wirkstoff Memantin sollen Alzheimer-Patienten unter anderem helfen, sich zu erinnern und ihren Alltag besser zu bewältigen. Bisherige Studien hatten gezeigt, dass Memantin den Abbau geistiger Fähigkeiten etwas verzögern und alltagspraktische Fähigkeiten länger erhalten kann. Die Wirkung bei Patienten, die bereits an Alzheimer oder Demenz erkrankt waren, konnte zunächst nicht nachgewiesen werden.

Im neuen Bericht des IQWiG, den Reinhard Busses Arbeitsgruppe als unabhängige Sachverständige begleitete, wurden neun weitere Untersuchungen mit insgesamt 2300 Teilnehmenden beiderlei Geschlechts im Alter zwischen 72 und 85 Jahren analysiert. In allen wurde das Medikament Memantin mit einem Placebo, einem Scheinmedikament, verglichen. Geprüft wurde, ob die Medikamente die geistige Leistungsfähigkeit verbessern, psychische Beschwerden mildern oder bei der Bewältigung des Alltags helfen und damit die Pflegebedürftigkeit mindern würden. Nachgewiesen werden konnte nun, so heißt es im Abschlussbericht des IQWiG 2011, dass unter Memantin zumindest keine Verschlechterung des Zustands von Alzheimer-Patienten im kognitiven Bereich mehr eintrat, sondern sogar alltagspraktische Fähigkeiten verbessert werden konnten. Das Fazit des ersten Berichts musste daraufhin geändert werden.

www.mig.tu-berlin.de

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2011

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