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TU Berlin

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Forschung

Ayse geht zum Arzt

Donnerstag, 14. Juli 2011

Gesundheitsassistent für Migranten (GeM) des DAI-Labors umgeht Sprachprobleme

Menschen mit Migrationshintergrund haben bei Arztbesuchen oft mit Sprachproblemen zu kämpfen
Lupe

Gesundheit wünscht sich jeder. Die Menschen wollen wissen, warum sie Beschwerden haben, was sie dagegen tun müssen, wie sie ihr Wunschgewicht erreichen. Schließlich wollen sie gesund sein, bleiben und die Gesundheit fördern. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist es jedoch oftmals schwer, sich zu verständigen, Informationen zum Gesundheitswesen einzuholen und diese zu verstehen. Häufig sind sie auf einen Bekannten oder ein Familienmitglied als Dolmetscher angewiesen. Hier hilft der Gesundheitsassistent für Migranten (GeM). Entwickelt wird das GeM-Projekt seit September 2010 vom DAI-Labor der TU Berlin, dem AOK-Bundesverband und dem Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS). Leiter des DAI-Labors (Distributed Artificial Intelligence Laboratory) und Wissenschaftler der TU Berlin ist Prof. Dr.-Ing. Sahin Albayrak.

Der Gesundheitsassistent für Migranten (GeM) ist ein mehrsprachiges System, mit dem Migrantinnen und Migranten sich in ihrer Muttersprache zu Gesundheitsthemen informieren können. Sie erhalten Informationen zu Therapiemethoden und Krankheiten und können gleichzeitig hilfreiche Tipps zur Vorsorge oder Ernährung einholen. Ein Beispiel: Die türkische Migrantin Ayse möchte sich zum Thema Schwangerschaft informieren, ihre Sprachkenntnisse im Deutschen sind nicht ausreichend. An dieser Stelle hilft ihr der Gesundheitsassistent für Migranten (GeM). Ayse nutzt diesen Online-Dienst und gibt das Wort "hamilelik" (deutsch: Schwangerschaft) in die Suchanfrage ein, anschließend erhält sie grundlegende Informationen zu dem Thema auf Türkisch, falls gewünscht auf Deutsch. Das System richtet sich vorerst an türkische Migrantinnen und Migranten, geplant ist, diesen Dienst in weiteren Sprachen anzubieten. Insbesondere werden existierende Informationen über den Benutzer wie auch implizite Informationen in die Suchanfrage eingebaut, um genaue und personalisierte Antworten zu gewährleisten. Der Gesundheitsassistent beseitigt so nicht nur Sprachbarrieren, sondern erleichtert auch den Zugang zum Gesundheitswesen. Das Besondere daran ist, dass eine Gruppe von Migrantinnen und Migranten seit Projektbeginn ihre Wünsche, Eindrücke und Ideen direkt in die Entwicklung einfließen lässt, sodass der Gesundheitsassistent den Anforderungen von Menschen mit Migrationshintergrund angepasst wird.

Özlem Beytas / Quelle: "TU intern", 7/2011

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