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TU Berlin

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Forschung

Keine Engpässe bei Atomausstieg zu befürchten

Freitag, 17. Juni 2011

Auch bei einem kurzfristigen Ausstieg aus der Kernenergie sind in Deutschland keine Engpässe oder gar Blackouts zu befürchten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der TU Berlin, die in Kooperation mit der TU Dresden und dem europäischen Hochschulinstitut in Florenz erstellt wurde. Sie betrachtet erstmals neben der Versorgungssicherheit auch die Auswirkungen des Ausstiegs auf die Hochspannungsnetze in Deutschland sowie in den europäischen Nachbarländern.

Der Wegfall der Kernkraft sei unproblematisch angesichts des erwarteten Zubaus von zehn Gigawatt konventioneller Kraftwerkskapazität bis 2013 sowie circa derselben Menge im Bereich der erneuerbaren Energien und der Integration Deutschlands in das europäische Stromsystem. Zusätzlicher Strom könnte vor allem aus den Niederlanden, Österreich und Polen bezogen werden; ein Zusatzimport von Kernenergie aus Frankreich oder Tschechien sei nicht notwendig.

"Alte Kernkraftwerke oder auch unflexible Kohlekraftwerke als ,kalte Reserveë zu halten ist technisch unsinnig und ökonomisch ineffizient", sagte Christian von Hirschhausen, Professor für Infrastrukturpolitik an der TU Berlin und einer der Koautoren.


Friedrich Kunz, Christian von Hirschhausen, Dominik Möst und Hannes Weigt:
Nachfragesicherung und Lastflüsse nach dem Abschalten von Kernkraftwerken - Sind Engpässe zu befürchten?

stt / Quelle: "TU intern", 6/2011

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