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TU Berlin

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Forschung

Das fensterlose Cockpit

Freitag, 17. Juni 2011

Das heutige Flugzeug gilt als eins der sichersten Verkehrsmittel der Welt. Dennoch kommt es immer wieder zu schweren Unfällen oder Abstürzen. Trotz kontinuierlich ansteigendem Automationsgrad in den Luftfahrzeugen blieb die Unfallrate in den letzten Jahren auf niedrigem, aber relativ konstantem Niveau. Ein Groflteil davon findet in Flughafennähe unter widrigen Wetterbedingungen statt. Es sind meist Kollisionen mit Gelände, Gebäuden oder anderen Luftfahrzeugen. Hauptursache scheint also die Mensch-Maschine-Schnittstelle der Flugzeuge zu sein, sodass mehr Automation kaum Verbesserungen bringen wird. Im Rahmen seiner Dissertation am Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr bei Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hüttig entwarf der Ingenieur Dr. Christian Berth ein Cockpit, das die erkannten Schwachpunkte der Mensch-Maschine-Schnittstelle beseitigt und so zu einer weiteren Erhöhung der Luftverkehrssicherheit beiträgt.

Unter anderem verzichtete er auf die herkömmliche Fensterverglasung im Cockpit und führte ein Weitwinkelsicht- und Spiegelsystem ein, das eine bis zu 360°-Rundumsicht sowie eine Tiefensicht ermöglicht, quasi räumliches Sehen. Notwendige Sichtinformationen werden über Kamera- und Infrarotsysteme im Rumpf sowie Radar geliefert. Zudem wird das Gelände synthetisch anhand einer aktuellen Datenbank dargestellt. In einem Flugsimulator (Airbus A 330) wurde das System von 24 Piloten getestet. Neben Luftfahrzeugen könnte das neue Cockpitsystem auch interessante Anwendungen bei unbemannten Luftfahrzeugen sowie in der Schifffahrt finden.

pp / Quelle: "TU intern", 6/2011

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