direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Forschung

Europa, Afrika, Asien und Amerika rücken zusammen

Montag, 09. Mai 2011

Neue Arbeitsstelle untersucht Sprachformen, die durch Begegnungen verschiedener Kulturen entstehen

Diversität und Hybridität im Kontext von Kultur, Sprache und Kommunikation“ ist der Name einer neu gegründeten Arbeitsstelle, die am 1. April 2011 am Fachgebiet Kommunikationswissenschaft ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Diese Forschungsstätte zur Vertiefung der interkulturellen Perspektive wurde von Fachgebietsleiter Prof. Dr. Walter Sendlmeier mit den Schwerpunkten „Interkulturelle Wirtschaftskommunikation Deutschland/Italien“ und „Die Alphabetisierung Spanisch-Deutscher Bilingualer“ initiiert. Leiterinnen der Arbeitsstelle sind PD Dr. Kerstin Störl und Dr. Antje Dohrn, freier Mitarbeiter ist David William Jean-François Burmeister.

Die Konzepte Diversität und Hybridität stehen im Mittelpunkt des weltumspannenden Arbeitsbereiches, der Europa, Afrika, Asien und Amerika umfasst. Es werden kulturelle und sprachliche Hybridformen untersucht, die durch Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichsten Regionen und Kulturen in der Kommunikation entstehen. Die Projekte dienen dem Erreichen des übergeordneten Ziels des Fachgebietes Kommunikationswissenschaft: dem weitreichenden Verstehen der strukturellen Eigenschaften der menschlichen Sprache in der Alltagskommunikation, ihrer kognitiven und sozialen Funktionen, ihrer Varianz, ihrer Entwicklung in Erwerb und Wandel und ihrer Verarbeitung. Durch die Konzentration auf die Konzepte „Diversität“ und „Hybridität“ wird die kulturelle und sprachliche Vielfalt so erfasst, dass eine Voraussetzung für gegenseitige Toleranz und Akzeptanz geschaffen wird.

Analysen des emotionalen Ausdrucks durch stimme

Der Schwerpunkt „Orale Kulturen in Afrika und Lateinamerika“ knüpft an die Forschungen von Walter Sendlmeier zur theoretischen Fundierung mündlicher Kommunikation sowie an seine Analysen des emotionalen Ausdrucks durch Stimme und Sprechweise und des stimmlichen Ausdrucks allgemeiner Persönlichkeitsmerkmale an. Dadurch erfahren sie eine Ausweitung auf außereuropäische Kulturen. Weitere Themengebiete sind: Romanistik („Frankophonie“), Englisch als Zweitsprache, Chinesisch, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Interkulturelle Methodik und Didaktik („Fremdsprachendidaktik China“, „Lerntraditionen“, „Lehrerfortbildung“), Kultur- und Sprachkontakte, Sprachvergleich, Interkulturelle Landeskunde sowie das Thema „Klischees und Stereotype“.

Angesichts des interkulturellen Bezuges der Arbeitsstelle wird besonderer Wert auf den Kontakt mit internationalen Hochschulen gelegt, ebenso wie auf Begegnungen mit Menschen der verschiedensten, auch ursprünglich oralen, Kulturen. Deshalb werden Exkursionen, Feldforschungen und Vortragsreisen durchgeführt, aber auch Informationsveranstaltungen sowie Beratungen bei der Vorbereitung von Reisen und Auslandsaufenthalten in Bezug auf interkulturelle Begegnungen und kulturelle Differenzen. Es werden thematische Interessengemeinschaften Studierender ebenso wie Kulturveranstaltungen wie Vorträge oder Filmveranstaltungen organisiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Arbeitsstelle freuen sich über alle Arten von Feedback, Anregungen, wissenschaftlichem Austausch und Kooperationswünschen.

PD Dr. Kerstin Störl / Quelle: "TU intern", 5/2011

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.