direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Forschung

Leserbrief

Dienstag, 05. April 2011

Der Weg zum Regionalflughafen ist vorgezeichnet ("Standpunkte", TU intern 2–3/11, in der Printausgabe S. 12/13)

Zu dem Beitrag möchte ich gerne folgende Sicht beisteuern:

Es ist verdienstvoll, dazu beitragen zu wollen, in eine unübersichtliche beziehungsweise etwas verfahrene Entwicklung wie der des BBI Klarheit zu bringen. Auch ist es gut, den Finger auf Annahmen beziehungsweise Setzungen und Vorentscheidungen zu legen, die mit dem Ziel eines leistungsfähigen Flughafens für Berlin eher weniger vereinbar sind. Nur – vor allem bei dem, was unter „Single Airport“ verstanden wird – erscheint mir die Interpretation etwas lückenhaft. Zu Recht wird ja festgestellt, dass der Standort Berlin mit seiner siedlungsstrukturellen Solitärlage und einem damit zusammenhängenden Einzugsgebiet von circa fünf Millionen Einwohnern eine eher schwache Basis für einen international erfolgreich agierenden Flughafen bildet. Kaum ein – zumal interkontinental aufgestellter – Flughafen aber rekrutiert sich aus seinem eigenen – wirtschaftlichen wie bevölkerungsmäßigen – Umfeld, auch Frankfurt Rhein-Main nicht: Die Knoten-Potenziale speisen sich im Wesentlichen aus der Zufuhr von Fluggästen aus ganz Deutschland beziehungsweise halb Mitteleuropa, das heißt aus dem damit erst generierten Aufkommen an Fluggästen, die in Frankfurt nur umsteigen und die großen Langstreckenmaschinen überhaupt erst füllen. Dieses Konzept muss für Berlin umso konsequenter angewendet werden, um Berlin national und interkontinental direkt erreichbar zu machen. Besonders günstige Umsteigebedingungen, was aufgegebenes Gepäck und vor allem den Zeitaufwand anbelangt, sind dafür eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung. Und deshalb kann sich Berlin nur einen einzigen, nämlich „single“ Airport leisten – und wäre damit auch nicht allein, wie etwa Atlanta, Buenos Aires, Sydney, Singapur und andere zeigen. Anderenfalls hätten wir so höchst unkomfortable Bedingungen wie in Paris oder London etwa, wo man für das Umsteigen bisweilen erst die ganze Stadt(-Region) durchqueren muss. Dass ein solcher „Single Airport“ dann in eine Monopol-Stellung geraten kann, ist eine Folge und keine Absicht – und muss auch nicht damit verbunden sein, das entsprechend auszunützen zum Schaden von Fluggesellschaften beziehungsweise -gästen.

Prof. Dr. Klaus Brake, TU Berlin, Center for Metropolitan Studies / Quelle: "TU intern", 4/2011

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.