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TU Berlin

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Forschung

Energie für das Klima und gegen die Armut

Dienstag, 05. April 2011

Das Graduiertenkolleg "Mikroenergie-Systeme" hat viele Forschungslücken aufgezeigt

Noch immer haben in Entwicklungs-ländern 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu verlässlicher, nicht gesundheitsschädlicher Energie. Die meisten davon leben in strukturschwachen ländlichen Gebieten“, erklärt Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, stellvertretende Geschäftsführerin vom Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin (ZTG). „Internationale Förderinstitutionen wie die Weltbank setzen daher seit einigen Jahren vermehrt auf die dezentrale Versorgung mit Energie. Das damit verfolgte Ziel der Armutsreduktion wird bisher wegen unausgereifter Implementationsstrategien häufig nicht erreicht.“

Damit hat Martina Schäfer einen der zentralen Ausgangspunkte für das Graduiertenkolleg „Mikroenergie-Systeme zur dezentralen nachhaltigen Energieversorgung in strukturschwachen Regionen“ benannt, das seit 2007 von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wird.

Im Zuge der Klimaschutzdebatte hat die dezentrale Energieversorgung auch in Industrieländern an Bedeutung gewonnen. Solar-, Wind- und Biomasseanlagen breiten sich aus, was bei der örtlichen Bevölkerung aber nicht immer nur auf Zustimmung trifft. „Teilweise werden mit innovativen Technologien nicht die angestrebten Ziele erreicht. Sie sind häufig nicht an die lokalen Bedingungen angepasst, Förderinstrumentarien sind teils unausgegoren, Nutzer werden nicht einbezogen.“

Sieben Promovenden suchen derzeit im Graduiertenkolleg Mikroenergie-Systeme nach angepassten Lösungen dezentraler Energieversorgung weltweit. „Das Kolleg ist interdisziplinär angelegt, da es sowohl um die Optimierung technischer Lösungen als auch um eine bessere Einbettung in die lokalen politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen geht“, erläutert Martina Schäfer. Zusammen mit Prof. Dr. Johann Köppel vom Fachgebiet Landschaftsplanung und Umweltverträglichkeitsprüfung teilt sie sich die Sprecherschaft. Insgesamt sind sieben technische, planerische und sozialwissenschaftliche Fachgebiete der TU Berlin und anderer Hochschulen beteiligt.

Als sehr hilfreich für die Überwindung interdisziplinärer Verständigungsschwierigkeiten haben sich die Erfahrungen des ZTG erwiesen, das auf langjährige Erfahrungen mit interdisziplinären Projekten zurückgreifen kann. Jedes Promotionsthema hat zwei Betreuer aus unterschiedlichen Disziplinen. Vor wenigen Tagen wurde eine zweite Phase bewilligt, denn die innovative Fragestellung hat viele Forschungslücken aufgezeigt.

pp / Quelle: "TU intern", 4/2011

Konferenz

Am 7. und 8. April 2011 veranstaltet das ZTG-Graduiertenkolleg die erste internationale Konferenz zu Perspektiven von Mikroenergie-Systemen für eine dezentralisierte Energieversorgung. Mehr als 100 internationale Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren technische, wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte der Implementierung von Mikroenergie-Systemen in strukturschwachen Regionen. TU-Professor und Stellvertetender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Ottmar Edenhofer eröffnet die Tagung als Keynote-Speaker.
www.microenergysystems.tu-berlin.de/conference2011

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