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TU Berlin

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Standpunkte

100 Prozent Ökostrom bis 2020

Dienstag, 05. April 2011

Mecklenburg-Vorpommern könnte bis zum Jahr 2020 vollständig aus lokal erzeugtem Ökostrom versorgt werden, und das ohne Offshore-Windenergie. Danach könnte das Bundesland sogar erneuerbaren Strom exportieren. Das ist ein Hauptergebnis der Studie „Mecklenburg-Vorpommern als Leitregion für wirtschaftliche Entwicklung durch den Ausbau erneuerbarer Energien“ vom Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin. In Auftrag gegeben hat sie die SPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, die eine neue Energiepolitik zu ihrem Kernthema ernannt hat. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellten eine Gesamtstrategie für das Land bis zum Jahr 2050 und analysierten die Voraussetzungen für eine Umstellung der Wirtschaft und Energieversorgung auf regenerative Energieträger. Im Wärmebereich, so die Studie, könnten bis zum Jahr 2030 rund 50 Prozent des Bedarfes aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Außerdem kann sich die Anzahl der 3400 Vollzeitbeschäftigten in diesem Sektor im Maximalszenario bis zum Jahr 2030 auf circa 9900 steigern, mit indirekten Beschäftigungseffekten ergeben sich bis zu 22 000 Arbeitsplätze. Diese Ziele lassen sich aber nur durch erhebliche Anstrengungen erreichen. „Kommunen und Dörfer sollten selbst als Energieerzeuger auftreten und die Bürger in die Planung einer Energiewende einbeziehen. Ebenso wichtig sind neue finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten, damit Kommunen, Landkreise, aber auch die Bevölkerung beispielsweise durch ,Bürgerkraftwerke‘ von den Einnahmen profitieren können“, so der Leiter der Studie, Dr. Benjamin Nölting.

stt / Quelle: "TU intern", 4/2011

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