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TU Berlin

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Forschung

Überregionales Zentrum für Jüdische Studien geplant

Donnerstag, 17. Februar 2011

Universitäten und Einrichtungen in Berlin und Brandenburg stellen gemeinsames Konzept vor

Berlin hatte im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts mit der „Wissenschaft des Judentums“ eine große Tradition jüdischer Gelehrsamkeit. Schon der Antisemitismus des Kaiserreichs verhinderte jedoch eine Verankerung dieser Traditionen an den preußischen Universitäten. Heute bilden die Jüdischen Studien einen bedeutenden Teil akademischer Ausbildung und Forschung in vielen Fächern wie Theologie, Philosophie, Geschichte, Literatur- und Kunstwissenschaften, Kulturwissenschaft, Pädagogik, Europäische Ethnologie, Rechtswissenschaft und Medizingeschichte. Die Universitäten in Berlin und Brandenburg wollen nun gemeinsam weiter forschen und stellten Mitte Januar ein Konzept zum Aufbau eines gemeinsamen Zentrums für Jüdische Studien vor. Verschiedene wissenschaftliche Aktivitäten auf diesem Gebiet in Studium und Lehre sollen gebündelt und miteinander vernetzt werden. Mit Stellen für Gastprofessuren und Fellows wollen sie den internationalen Austausch mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, insbesondere aus den USA, Israel, Großbritannien, Frankreich und den GUS-Ländern, verstärken. Außer der TU Berlin sind die FU Berlin, die HU zu Berlin und die Universität Potsdam beteiligt. Ebenfalls eingebunden sind die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, das Abraham Geiger Kolleg und das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam.

15 Professuren für jüdische Studien in der Region

Hintergrund ist, dass die Region Berlin-Brandenburg schon jetzt über eine hohe Dichte an Fachwissen in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Jüdischen Studien verfügt, die weiter vernetzt werden sollen: Aus den bestehenden Sollstellenplänen und Ressourcen der vier Universitäten befassen sich insgesamt etwa 15 Professuren und etwa ebenso viele Einrichtungen, Zentren, Studiengänge und Schwerpunktbildungen mit den verschiedensten Themenfeldern der Jüdischen Studien. An der TU Berlin ist das bedeutende Zentrum für Antisemitismusforschung angesiedelt, wo die deutsch-jüdische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert sowie die Geschichte des Holocaust seit Jahrzehnten zu den Schwerpunkten in Forschung und Lehre gehören. Geplant ist an der TU Berlin außerdem ein neuer Masterstudiengang „Antisemitismus- und Vorurteilsforschung“.

Als zentraler Veranstaltungsort des neuen Zentrums ist das ehemalige Kinderheim der Jüdischen Gemeinde, das sogenannte Ahawah-Gebäude in der Auguststraße, im Gespräch. Das Haus, das von Eduard Knoblauch gebaut wurde, dem Architekten der Neuen Synagoge an der Oranienburger Straße, steht heute unter Denkmalschutz. Die geplante Gründung des Zentrums folgt den Empfehlungen des Wissenschaftsrats vom Frühjahr 2010 für eine bessere Verankerung der Jüdischen Studien an deutschen Universitäten.

tui / Quelle: "TU intern", 2/2011

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