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TU Berlin

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Forschung

TU Berlin ist Partnerin im ENCORE-Projekt der EU

Donnerstag, 20. Januar 2011

3,5 Millionen Euro für die Programm- und Chip-Entwicklung

Die TU Berlin ist in ein neues europäisches Projekt zur Entwicklung von Basistechnologien für die zukünftigen Herausforderungen der Programmierung eingebunden, das von der Europäischen Union mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird. Computerprozessoren bestehen heutzutage nicht mehr aus einem, sondern aus mehreren sogenannten "Kernen". Dabei zeigt der Trend im High Performance Computing eine Verdoppelung der Kerne alle zwei Jahre, was voraussichtlich zu Prozessorchips mit mehr als 100 Kernen in zehn bis 15 Jahren führen wird. Die Entwicklung paralleler Anwendungen, welche die Leistung derartiger Mehr-Kern-Prozessoren ausnutzen, ist die größte Herausforderung für Forschung und Unternehmen im Bereich skalierbarer Rechnersysteme, wenn nicht sogar innerhalb der gesamten Informatik.

Das Ziel des ENCORE-Projekts (ENabling technologies for a programmable many-CORE/Basistechnologien für programmierbare Viel-Kern-Systeme) ist es, diese Herausforderung zu bewältigen, indem ein Programmiermodell zur Verfügung gestellt wird, das die Verwendung von Viel-Kern-Prozessoren vereinfacht und dabei vor allem die Programmierbarkeit, Zuverlässigkeit, Code-Portabilität und Skalierbarkeit erheblich verbessert. Zu diesem Zweck wird das Projekt europäische Spitzenleistungen bündeln und verstärken.

Innerhalb seiner Aktivitäten soll das auf drei Jahre angelegte und mit 3,5 Millionen Euro geförderte ENCORE-Projekt einen ganzheitlichen Ansatz für Parallelisierung und Programmierbarkeit von Rechnersystemen finden, der die Hardware sowie die gesamte Software-Werkzeugkette (von Anwendungen bis zur Systemsoftware) umfasst.

Das ENCORE-Projekt wird durch das Barcelona Supercomputing Center koordiniert und bringt die folgenden führenden Technologieforschungseinrichtungen zusammen: Delft University of Technology (Niederlande), Foundation for Research and Technology – Hellas (Griechenland), KTH – Royal Institute of Technology (Schweden), Technion – Israel Institute of Technology (Israel), ARM Limited (Großbritannien) und die Technische Universität Berlin.

fri / Quelle: "TU intern", 1/2011

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