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Forschung

Vier Champions

Montag, 18. Oktober 2010

Der Europäische Forschungsrat vergibt begehrte "Starting-Grants" an die TU Berlin

Gleich vier der renommierten und begehrten "ERC Starting Grants" hat der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) in diesem Jahr an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin vergeben. Die Ausgezeichneten sind die Physikerin Prof. Dr. Janina Maultzsch, die Mathematikerin Prof. Dr. Olga Holtz, der Mathematiker Prof. Dr. Peter K. Friz und der Informatiker Prof. Dr. Marc Alexa.

Janina Maultzsch, Physik
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Die höchste Fördersumme mit rund 1,5 Millionen Euro erhält Janina Maultzsch. "Diese Auszeichnung bedeutet für mich eine große Unterstützung beim Aufbau meiner Arbeitsgruppe", sagt sie. "Sie ist eine tolle Möglichkeit, mein Forschungsgebiet weiterzuentwickeln." Janina Maultzsch ist seit Juni 2008 Juniorprofessorin an der TU Berlin. Die Physikerin forscht zur Charakterisierung und Kontrolle von Kohlenstoff-Nanomaterialien. Kohlenstoff-Nanoröhrchen und Graphen sind neuartige Materialien mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Mikroelektronik und den Materialwissenschaften. Für Forschungen zu Graphen ist soeben auch der Physik-Nobelpreis vergeben worden. Die optischen und elektronischen Eigenschaften der winzigen Teilchen – ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters – sind vor allem durch die Anordnung der Atome bestimmt und nicht durch die chemische Zusammensetzung. Die Wissenschaftlerin will verstehen, wie die atomare Struktur die Eigenschaften beeinflusst und welche Konfigurationen für elektronische Anwendungen infrage kommen.

Olga Holtz, Mathematik
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Olga Holtz, unter anderem ehemalige Sofja Kovalevskaja-Preisträgerin, gebürtige Russin und seit 2007 Professorin an der TU Berlin, erhält 880 000 Euro. Sie beschäftigt sich mit Theorie, Algorithmen und Anwendungen von stabilen und hyperbolischen Funktionen von einer und mehreren Variablen. Stets überschreite sie die Grenzen zwischen angewandter und reiner Mathematik, erkannten Fachleute europaweit an.

Peter K. Friz, Mathematik
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Mathematiker ist auch Peter K. Friz, der ebenfalls über 800 000 Euro erhält. Er wurde 2009 gemeinsam mit dem Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik Berlin an die TU Berlin berufen. Erst vor Kurzem erfuhr die Theorie der stochastischen Differentialgleichungen, mit der Peter K. Friz sich beschäftigt, eine spektakuläre Neueinsicht: Diese Gleichungen, die unter anderem in der Wahrscheinlichkeitstheorie eine wichtige Rolle spielen, erlauben auch eine rein analytische Betrachtung. Das vom ERC geförderte Projekt zielt unter anderem darauf, diese komplementären Betrachtungsweisen zu vereinen.

Marc Alexa, Informatik
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Marc Alexa, Leiter des TU-Fachgebiets Computer Graphics seit 2005, bekommt für sein Projekt zur Erzeugung von realen und digitalen 3-D-Modellen 1,35 Millionen Euro. Seine Modelle sollen reale menschliche Eigenschaften und Wahrnehmungen entwickeln. Dabei werden neben der Geometrie auch Erkenntnisse aus der Kognitionswissenschaft benutzt. Alle Projekte laufen über fünf Jahre. Bereits im letzten Jahr erhielten zwei TU-Wissenschaftler ERC Advanced Grants. Insgesamt gab der Europäische Forschungsrat damit rund 9,5 Millionen Euro an Forscherpersönlichkeiten der TU Berlin.

tui / Quelle: "TU intern", 10/2010

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