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Forschung

Blitze im Hirn

Montag, 18. Oktober 2010

Berliner Bernstein Zentrum geht in die zweite Runde – Graduiertenkolleg an der TU Berlin eröffnet

Gedankenlesen: Über das Berlin Brain Computer Interface wird eine Anlage gesteuert. Die Forschergruppe um Prof. Dr. Klaus-Robert Müller von der TU Berlin entwickelte das außergewöhnliche Experiment an den Schnittstellen von Hirn und Maschine
Lupe

Achteinhalb Millionen Euro erhält das Berliner Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit geht das im Jahre 2004 gegründete Zentrum nach einer erfolgreichen ersten Förderperiode nun in die zweite Runde. Ende September fand die Jahrestagung des Bernstein Zentrums in der TU Berlin statt. Neben Fachvorträgen und Diskussionsforen sorgten zwei Ereignisse für besondere Höhepunkte der Konferenz: Zum einen wurde der mit 1,25 Millionen Euro dotierte Bernstein-Preis des BMBF verliehen. Er ging an den Bremer Wissenschaftler Dr. Udo Ernst, der sich mit der Erforschung des Sehsystems befasst. Insbesondere interessiert den Physiker und Neurowissenschaftler, wie Faktoren wie Wissen und Umweltkontext in die Bildverarbeitung und -erkennung eingreifen.
Das zweite Highlight war die Eröffnung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkollegs "Sensory Computation in Neural Systems", das an der TU Berlin angesiedelt ist und von Prof. Dr. Klaus Obermayer, TU-Fachgebiet Neuronale Informationsverarbeitung, koordiniert wird. Es soll junge Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt begeistern und damit dem wissenschaftlichen Leben in Berlin einen neuen kreativen Impuls geben, so Staatssekretär Dr. Hans Gerhard Husung bei der Eröffnung. In dem Graduiertenkolleg arbeiten die Projektleiterinnen und -leiter aus TU Berlin, HU Berlin, FU Berlin und der Charité Universitätsmedizin zusammen. Sie bringen Expertisen aus den Bereichen Kognitionswissenschaften, maschinelles Lernen, Tierphysiologie, künstliche Intelligenz, neuronale Bildgebung und Stochastik mit und sorgen so für Interdisziplinarität und Vielfältigkeit der Forschung und Lehre.

Das Bernstein Zentrum Berlin ist mit Freiburg, Göttingen und München eine von vier Gründungseinrichtungen des bundesweiten Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience, das mittlerweile etwa 200 Arbeitsgruppen umfasst. Im Rahmen des Bernstein-Netzwerks wird in Berlin neben dem Bernstein Zentrum auch der Bernstein Fokus Neurotechnologie durch das BMBF gefördert, bei dem die TU Berlin die Sprecherhochschule ist. Am Bernstein Zentrum Berlin kooperieren Biologen, Physiker, Mathematiker, Mediziner und Ingenieure eng zusammen, neben den am Graduiertenkolleg beteiligten Einrichtungen arbeiten auch das Max-Delbrück-Zentrum und die Universität Potsdam mit. Berliner Wissenschaftler beteiligen sich an drei Forschungsverbünden zum Thema "Neuronale Grundlagen des Lernens", verschiedenen Bernstein Partner-Projekten und sind in dem in der Exzellenzinitiative geförderten Forschungsverbund "Neurocure" aktiv. Aktuelle Informationen enthält der regelmäßig erscheinende Newsletter, der auch als PDF erhältlich ist.

tui / Quelle: "TU intern", 10/2010

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