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TU Berlin

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Forschung

Künstliches Eiweiß für bessere Antibiotika

Montag, 12. Juli 2010

Nediljko Budisa
Lupe

Proteine stehen im Zentrum praktisch aller biologischen Prozesse. Längst hat man deren Potenzial auch in Technologiefeldern wie der Medizin und den Materialwissenschaften erkannt. Aber nicht für alle Anforderungen gibt es entsprechende natürliche Proteine; Methoden zur Herstellung maßgeschneiderter Proteine sind bislang stark begrenzt. Jetzt ist es einem Team um den neu an die TU Berlin berufenen Professor für Biokatalyse im Exzellenzcluster "Unifying Conepts in Catalysis" (UniCat) Dr. Nediljko Budisa gelungen, ein Protein gleichzeitig mit drei verschiedenen neuartigen Eigenschaften auszustatten. Unter anderem kann damit für größere Stabilität eines Proteins gesorgt werden oder für eine größere Fähigkeit, Verbindungen mit Zucker und Polyethylenglykol-Molekülen einzugehen. Dadurch eröffnen sich viele praktische Anwendungsmöglichkeiten unter anderem in Zellbiologie und Biotechnologie, in der Herstellung von Antibiotika, synthetischen Antikörpern und anderen Proteinen. In den letzten 17 Jahren etablierte und entwickelte Budisa das Fachgebiet "Engineering des genetischen Codes" in Deutschland, ein junges Forschungsfeld, das weltweit wachsende Anerkennung erfährt.

tui / Quelle: "TU intern", 7/2010

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