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Forschung

Stets bestens verbunden

Montag, 14. Juni 2010

Neue Anwendungen für Smartphone oder Tablet PC

Ruckelfreies Bild auch unterwegs: Dafür sorgen die Forscher mit dem "FUSECO Playground"
Lupe

Es ist Sonntagabend. Mal wieder geht das Fußballspiel in die Verlängerung. Und mal wieder rückt die Abfahrt zum Flughafen unaufhaltsam näher. Die Sportübertragung auf dem Smartphone weiterverfolgen? Kaum möglich. Die schwankende Qualität der Netzabdeckung von der Wohnung bis zur Abflughalle schließt oft eine qualitativ hochwertige und kontinuierliche Darstellung aus.

Eine Lösung zur Entwicklung und praktischen Erprobung von mobilen Multimediadiensten und Cloud-Anwendungen, die auf heutigen und zukünftigen Breitband-Mobilfunktechnologien basieren, bietet jetzt eine neue, weltweit einzigartige Technologie. Sie wurde federführend vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fraunhofer FOKUS) entwickelt, in Zusammenarbeit mit der TU Berlin, Prof. Dr. Thomas Magedanz, dem Fraunhofer Heinrich-Hertz Institut und den Deutsche Telekom Laboratories.

Die offene Test- und Entwicklungsumgebung "Future Seamless Communication Playground", kurz "FUSECO Playground", ermöglicht erstmals die Erforschung, Optimierung und Erprobung von Prototypen für mobile Breitbandanwendungen der nächsten Generation. So lassen sich Endgeräte, Dienste und Businessmodelle entwickeln. Netzkomponenten und Protokolle können erweitert und im Feldtest praxisnah überprüft werden. Der "FUSECO Playground" wurde Mitte Mai 2010 auf der 6. Internationalen Testbedconference "TridentCom" in Berlin erstmals vorgestellt.

"Mit dem ,FUSECO Playground‘ ist es möglich, Technologien für mobile Breitbanddienste und Endgeräte, vor allem für Smartphones und Tablet PCs, unabhängig von Geräteherstellern, Mobilfunknetzbetreibern und Anbietern zu entwickeln", erklärt Professor Thomas Magedanz vom Fraunhofer FOKUS, der gleichzeitig an der TU Berlin das Fachgebiet "Architektur der Vermittlungsknoten" vertritt. Erstmals ließen sich in ein Testbed neu erarbeitete Anwendungen inklusive aller relevanten Funktionen und Komponenten an aktuelle und an Mobilfunknetze der nächsten Generation anbinden: an sogenannte Femtozellen und 3G-Netze, an WLAN und insbesondere an LTE (Long Term Evolution)-Netze. "Durch den Zusammenschluss von neuen und alten Mobilfunknetzen werden in spätestens drei Jahren föderative Kommu-nikationsnetzumgebungen existieren", prophezeit Magedanz. "Bereits heute ermöglicht die offene, flexibel erweiterbare Laborumgebung FUSECO solche Umgebungen im Labor zu konstruieren und zu erproben."

tui / Quelle: "TU intern", 6/2010

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