TU Berlin

TUB-newsportaltui0610: Herausforderung und Chance

Page Content

to Navigation

There is no English translation for this web page.

Forschung

Herausforderung und Chance

Montag, 14. Juni 2010

Elektromobilität in Wirtschaft und Hochschulen

Deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen müssen erst wieder den Anschluss an das internationale Entwicklungsniveau finden, wenn es um Elektromobilität geht. Das stellt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die an der TU Berlin angesiedelt ist, in ihrem aktuellen Jahresgutachten klar. Der Wettlauf um die Zukunft des Autos ist in eine heiße Phase getreten. Bundesregierung und Wirtschaft machen Druck, um elektrisch betriebene Fahrzeuge endlich aus ihrem eher belächelten Nischendasein auf die Straße zu holen. Nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel sollen es bis 2020 eine Million E-Mobile sein. Die Förderung der Elektromobilität ist dabei nicht nur ökologisch motiviert. Wachsende Unsicherheit bei der Versorgung mit fossilen Brennstoffen, weltweite Verstädterungstendenzen sowie Fortschritte in der Batterietechnik machen Elektromobilität zunehmend attraktiv.

Ob sich das Autoland Deutschland auf diesem Markt der Zukunft ähnlich erfolgreich behaupten kann wie im konventionellen Fahrzeugsektor, bleibt indes offen. Gerade in der Batterietechnik und Leistungselektronik, den Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität, ist Deutschland schlecht gerüstet. Führend sind hier Japan, Südkorea und China.

Um den Anschluss zu schaffen, müssen Wirtschaft und Politik zusammenarbeiten. Für die Versorgungsinfrastruktur der Elektrofahrzeuge können nur wenige der derzeit dominanten Technologien genutzt werden. Der Konkurrenzkampf der deutschen Autobauer schadet noch zusätzlich allen Beteiligten, da er – dem Expertengutachten zufolge – zu einer Aufsplitterung der Anstrengungen in Forschung und Entwicklung (FuE) führt. Sinnvoll wären daher staatlich geförderte vorwettbewerbliche Forschungs- und Kooperationsprojekte, in denen die FuE-Aktivitäten aller deutschen Akteure zusammengeführt würden.

Einige Hochschulen haben sich bereits des Themas E-Mobilität angenommen. Damit diese Aktivitäten wirken, bedarf es aber einiger Zeit. Vor allem der bestehende Mangel an Fachkräften ist nicht von heute auf morgen zu überwinden. Umso wichtiger ist eine starke Einbindung der Hochschulen in die neuen Forschungsinitiativen, um qualifizierten Nachwuchs zügig auszubilden.

Dr. Helge Dauchert, EFI / Quelle: "TU intern", 6/2010

Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

Seit 2008 ist die Geschäftsstelle der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) an der TU Berlin beheimatet. Geleitet wird sie von Prof. Dr. Knut Blind, Fachgebiet Innovationsökonomie. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission leistet wissenschaftliche Politikberatung und legt der Regierung jährlich ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor, das auf einer umfassenden Analyse der Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems basiert.
www.e-fi.de/gutachten.html

Navigation

Quick Access

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe