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TU Berlin

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Forschung

Im Sternbild der Schlange

Montag, 17. Mai 2010

Die CoRoT-Mission hat einen neuen Exoplaneten entdeckt

Der Exoplanet CoRoT-9b (l.) hat eine Umlaufzeit von 95 Tagen um seinen Stern
Lupe

Die jüngste Entdeckung des CoRoT-Satelliten, an der auch Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sind, heißt CoRoT-9b. Bei dem Neuzugang handelt es sich um einen jupitergroßen Planeten, der seinen Stern in 95 Tagen umkreist. "Dieser Exoplanet besticht durch seine ,Normalität‘. Er kommt in seiner Charakteristik den Planeten unseres Sonnensystems schon ziemlich nahe", sagt Prof. Dr. Heike Rauer vom DLR-Institut für Planetenforschung. Heike Rauer ist gleichzeitig TU-Professorin für Astrophysik mit dem Schwerpunkt Planetenphysik. Sie leitet den deutschen Beitrag zum CoRoT-Projekt (Convection, Rotation and Planetary Transits).

Der Planet außerhalb unseres Sonnensystems kreist um einen Stern im Sternbild Schlange, der 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Aus seiner Umlaufzeit ergibt sich ein Abstand zwischen Planet und Stern, der in etwa dem zwischen Merkur und Sonne entspricht. CoRoT-9b ist daher ein recht normaler Planet, das heißt, vermutlich ein Gasplanet mit relativ moderaten Temperaturen. Diese könnten zwischen minus 20 und plus 160 Grad Celsius liegen und sind davon abhängig, ob stark reflektierende Wolken vorhanden sind. Die Unterschiede zwischen Tag- und Nachtseite sind wahrscheinlich nur gering. CoRoT-9b unterscheidet sich damit deutlich von der Klasse der sogenannten heißen Jupiter, die in Umlaufzeiten von nur etwa drei Tagen ihren Zentralstern umkreisen. Ein Planet mit einer kurzen Umlaufzeit ist sehr nahe an seinem Stern und wird entsprechend kräftig beschienen, daraus leiten sich die Klassen der heißen Jupiter und heißen Neptune ab. Die Messungen, die zur Entdeckung des neuen Planeten führten, wurden im Sommer 2008 während einer 145-tägigen Beobachtungsperiode durchgeführt. Die CoRoT-Mission wird von der französischen Raumfahrtagentur CNES geleitet, beteiligt sind neben der Europäischen Weltraumorganisation ESA weitere Forschungsinstitute aus fünf Ländern.

tui / Quelle: "TU intern", 5/2010

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