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TU Berlin

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Forschung

Aufholjagd in der Innovationspolitik

Montag, 19. April 2010

Ein Studium sei für junge Leute nicht attraktiver geworden, die Zahl der Studienabbrüche nicht gesunken, der Hochschulzugang bleibe sozial selektiv und die internationale Mobilität habe sich nicht verbessert. Das stellte die unabhängige Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) unter anderem in ihrem dritten Gutachten fest, das sie Anfang März Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichte. Die Bologna-Reform solle dennoch nicht verteufelt, sondern zielgerichtet verbessert werden, so die Empfehlung der Gutachter. Unter anderem bräuchten die Hochschulen mehr Freiraum bei der Gestaltung, und der Kreis der Anspruchsberechtigten bei der Ausbildungsförderung müsse erweitert werden. Allerdings bedürfe die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Forschungs- und Innovationssystems insgesamt einer systematischen Erhöhung. Beispielsweise müsse der Staat auch in der Förderung von Elektroautos handeln. Finde die deutsche Forschung nicht bald den Anschluss an die technologische Weltspitze beim bevorstehenden Übergang zur Elektromobilität, so die Gutachter, seien drastische Folgen für den Industriestandort Deutschland zu befürchten. Die EFI berät die Bundesregierung und gibt nach einer ausführlichen Stärken-Schwächen-Analyse im internationalen Vergleich Empfehlungen für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik. Die Geschäftsstelle, geleitet von Dr. Knut Blind, Professor für Innovationsökonomie, hat ihren Sitz an der TU Berlin.

pp / Quelle: "TU intern", 4/2010

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