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Forschung

Der Dichterfürst und die Musik

Montag, 22. Februar 2010

Lupe

"Wie und mit welchen Komponisten er ein genaueres Auskommen zwischen der Dichtung und der schwer zugänglichen, für sein schöpferisches Denken jedoch unerlässlichen Nachbarkunst der Musik produktiv herstellen wollte und warum diese Bemühungen eine bestimmte Grenze des Gelingens nicht zu überschreiten vermochten", dies sei Gegenstand seines jüngsten Buches "Die ungeheure Gewalt der Musik", schreibt Norbert Miller in der Einleitung. Miller geht Goethes Verhältnis zur Musik und dessen Musikverständnis nach, beschreibt die Arbeit mit dessen Jugendfreund Philipp Kayser, mit dem er das Musiktheater in Deutschland neu begründen wollte, schildert das Zusammenwirken mit Hofkapellmeister Johann Friedrich Reichhardt und dem Berliner Komponisten Carl Friedrich Zelter sowie Goethes Begegnung mit Felix Mendelssohn Bartholdy. Dass Goethe von Musik wenig verstanden haben soll, weil sich ihm Mozart erst spät erschloss, er zu Beethoven keinen Zugang fand und Schubert ignorierte, widerlegt der emeritierte Professor für Deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft der TU Berlin – voll kenntnisreicher Begeisterung.

sn / Quelle: "TU intern", 2/2010

Hanser, München 2009, ISBN 978-3446232990

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