direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Forschung

Die TU Berlin in den "Knowledge and Innovation Communities" – KIC: Lotse in die europäische Wissensgesellschaft

Montag, 25. Januar 2010

Schnellere Innovationszyklen, höherer Output und eine effizientere Umsetzung in neue Produkte der I&K-Technologie

Berlin soll zum Hotspot für Innovation im I&K-Bereich werden. Im Bild: TU-Systemadministrator Alexander Böhm an einem High-Performance-Rechencluster der TU Berlin
Lupe

Als einer der nationalen Hauptpartner startet die TU Berlin in das jetzt durch das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) mit voraussichtlich 100 Millionen Euro geförderte Projekt EIT ICT Labs. Die Buchstabenreihe steht für den Titel der neuen Wissens- und Innovationsgemeinschaft ("Knowledge and Innovation Communities" – KIC) im Bereich der I&K-Technologien. An ihr sind Teams aus deutschen, niederländischen, finnischen, französischen und schwedischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt. Sie wollen den grundlegenden Wandel Europas hin zu einer Wissensgesellschaft durch die verstärkte Verbreitung von internetbasierten Diensten vorantreiben – durch den Dreiklang von Forschung, Innovation und Ausbildung.

Dabei geht man davon aus, dass 80 Prozent aller Neuentwicklungen in den wichtigsten Industriebranchen Europas auf Informations- und Kommunikationstechnologien beruhen werden. Schnellere Innovationszyklen, höherer Output und eine effizientere Umsetzung in neue Produkte und Arbeitsplätze für Europa sind Ziele der Förderung. Eine große Rolle wird dabei das Thema Entrepreneurship spielen. So sollen bereits Studierende eine entsprechende Schulung bekommen, ebenso Forscherteams, die sich an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlicher Zusammensetzung Teilzielen der KIC widmen.

Als Grundlage dafür werden sogenannte Colocation Center in jedemLand eingerichtet, die die nationalen Aktivitäten koordinieren. Neben Eindhoven, Helsinki, Paris und Stockholm wird es für Deutschland auf dem Campus der TU Berlin eine örtliche Konzentration geben. Damit haben nicht nur alle Berliner Partner, sondern vor allem auch die Studierenden der TU Berlin einen großen Standortvorteil auf ihrer Seite. Ebenso profitieren TU-Forscherinnen und TU-Forscher. Viele von ihnen – neben TU-Mitarbeitern in der zentralen Verwaltung – waren an der intensiven Startphase für das Großprojekt beteiligt, unter anderem die Professoren Hans-Ulrich Heiß, der für den Berliner Knoten im Bereich Ausbildung zuständig ist, Sahin Albayrak, Anja Feldmann oder Stefan Jähnichen. In die weitere Ausarbeitung der konkreten Projekte sind vor allem auch Forscherinnen und Forscher der TU-Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik involviert sowie Professoren und TU-Mitarbeiterinnen und TU-Mitarbeiter mit dem Themenschwerpunkt Entrepreneurship und Innovation.

Konkretes Ziel ist es, bis Ende Mai 2010 alle im Projekt benötigten Prozesse und Strukturen zu etablieren. Entscheidungen über die Organisationsstruktur, die Gesellschaftsform, das Personal und die Wahl der Gremienmitglieder werden so die Arbeit der nächsten Monate bestimmen, bevor das Projekt ab Juni 2010 starten soll. Dann werden auch inhaltliche Aktivitäten definiert sein, die auf der wissenschaftlichen Agenda der KIC stehen werden. Vorgesehen ist auch, die beantragte Fördersumme von 100 Millionen Euro durch Eigenleistungen der Partner und weitere nationale und regionale Förderung im Verhältnis 1:4 aufzustocken.

Neben der TU Berlin sind als deutsche Hauptpartner die Fraunhofer-Gesellschaft, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Siemens, SAP und die Deutsche Telekom mit im Boot. Auch das European Institute of Communication and Technology (EICT), bei dem die TU Berlin als Partner fungiert, ist involviert und wird von Berlin aus verschiedene Managementfunktionen und die Koordination des Bereiches Innovation für die gesamte KIC übernehmen. Von Paris aus wird das Feld Forschung und von Stockholm der Bereich Ausbildung federführend betreut.

Eine wichtige Grundlage für den aktuellen Erfolg sind die in den vergangenen Jahren rund um die TU Berlin entstandenen Public Private Partnerships zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Zu ihnen zählen neben dem EICT, das momentan ein Projektvolumen von rund 200 Millionen Euro hat, insbesondere auch die Deutsche Telekom Laboratories, die Ende 2009 ihr fünfjähriges Bestehen feierten. "Unsere Netzwerkerfahrungen, unsere Kompetenzen bei der Start-up-Förderung und unsere exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der I&K-Technologien bilden dafür ein hervorragendes Fundament", so TU-Präsident Prof. Dr. Kurt Kutzler.

Auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan drückte ihre Anerkennung aus: "Mit den EIT ICT Labs wird ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt, dass wir in Europa in einem der wichtigsten Hightech-Felder ganz vorne mitspielen. Ich freue mich besonders, dass das deutsche Konsortium eine führende Rolle einnimmt."

Stefanie Terp / Quelle: "TU intern", 1/2010

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.