TU Berlin

TUB-newsportaltui0110: Junge Wissenschaft

Page Content

to Navigation

There is no English translation for this web page.

Forschung

Junge Wissenschaft

Montag, 25. Januar 2010

Über den Einsatz von Elektroautos

In dieser Reihe stellen wir in TU intern junge Wissenschaftler und ihre Forschungen an der TU Berlin vor.

Stefanie Marker
Lupe

Der zupackend klingende Projektname NET-ELAN steht für ein nicht minder packendes, hoch aktuelles Thema. "Wir untersuchen, wie Elektroautos in bestehende und zukünftige Energieversorgungsstrukturen integriert werden können", sagt Dr. Stefanie Marker. Sie arbeitet am TU-Fachgebiet Kraftfahrzeuge, das neben dem Fachgebiet Energieversorgungsnetze und Integration erneuerbarer Energien an dem BMWi-Projekt beteiligt ist. Insgesamt 541 000 Euro fließen an die beiden Fachgebiete. Über das Ausloten der technischen Möglichkeiten hinaus, E-Fahrzeuge in das Stromversorgungsnetz einzubinden, wollen die Wissenschaftler auch klären, ob sich Elektrofahrzeuge als dezentrale Energiespeicher eignen, wie sich ihr Einsatz auf den Stromverbrauch und die Emissionen auswirkt und wie betriebs- und energiewirtschaftliche Kosten- und Betreibermodelle aussehen könnten. Neben dem Zustandsbericht über Elektromobilität in Deutschland und Europa, den Stefanie Marker erstellte, forschen sie und ihre Kollegen daran, für welche gewerblichen und privaten Bereiche das Elektroauto sich eignen könnte. Dafür hat das Team um die 30-jährige Meteorologin ein Gerät entwickelt, den sogenannten Datenlogger VeLog, mit dem Fahrzeuge minutiös verfolgt werden können. Das GPS-basierte Gerät erfasst nicht nur die Fahrtwege, die Geschwindigkeit und die pro Tag gefahrenen Kilometer, sondern auch, wann, wo und wie lange das Fahrzeug steht. "Gerade die Daten über Standzeiten und -orte sind wichtig, weil das zeitintensive Aufladen der Batterie in den ,Tagesablauf‘ eines Elektroautos integriert werden muss", erklärt Stefanie Marker. In Berlin hat sie fünf Taxis drei Wochen lang über den Datenlogger beobachtet. "Überraschend war, dass die Taxis selten länger als eine Stunde standen. Fahrzeuge aber, die unentwegt im Einsatz sind, sind beim jetzigen Stand der Technik als Elektroauto nicht geeignet", so Stefanie Marker.

sn / Quelle: "TU intern", 1/2010

Navigation

Quick Access

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe