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TU Berlin

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Forschung

Auf den Spuren des Grüns

Montag, 25. Januar 2010

TU-Forscherinnen untersuchen die Pflanzenverwendung historischer Stadtparks

Eine historische Postkarte zeigt den 1847 angelegten Cismigiu-Park in Bukarest sowie die Vielfalt der angepflanzten Gehölze
Lupe

Parks als grüne Oasen der Stadt sind heute für alle Bewohner europäischer Städte von großer Bedeutung. In ihnen liegt jedoch auch ein großes Potenzial für die Erforschung der Gartenkulturgeschichte und der Pflanzenökologie. Diese beiden Bereiche treffen sich in dem neuen interdisziplinären Forschungsprojekt GreenTraces, das Stadtparks des 19. Jahrhunderts in Berlin, Warschau, Budapest, Bukarest und anderen Städten betrachtet. Das innovative Projekt, in dem insbesondere das Wechselspiel zwischen kulturhistorischen Mustern und pflanzenökologischen Prozessen in Stadtparkanlagen verschiedener europäischer Großstädte untersucht werden soll, wurde gemeinsam von der Landschaftsarchitektin Dr.-Ing. Sylvia Butenschön und der Biologin und Geografin Dr. Ina Säumel entwickelt.

"Interessant ist, dass im Vorkriegseuropa ein viel stärkerer kultureller Austausch herrschte, als dies heute der Fall ist. Das zeigen auch die Gartenkunstwerke", erklärt Sylvia Butenschön vom Fachgebiet Denkmalpflege des Instituts für Stadt- und Regionalplanung. So vergleichen die Forscherinnen Ergebnisse aus den Partnerstädten, um die Verflechtungen in der Zunft der Gartenkünstler, gemeinsame Vorbilder und regionale Besonderheiten zu ermitteln.

Ina Säumel vom Fachgebiet Ökosystemkunde des Instituts für Ökologie betont die ökologischen Aspekte der Untersuchung: "Die Pflanzenverwendung in historischen Stadtparks beeinflusst die Artenzusammensetzung in den Städten und kann Ausbreitungsprozesse initiieren." So wird der europaweite Vergleich entlang eines Nord-Süd-Gradienten auch Aussagen zur Pflanzenverwendung und zu deren ökologischen Folgen im Zuge des Klimawandels ermöglichen.

Inzwischen haben die Projektleiterinnen das Thema auf der "2nd International Conference on Landscape and Urban Horticulture" im Juni 2009 in Bologna einer internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellt. Dabei konnten auch weitere potenzielle Projektpartner interessiert werden. Aktuell leiten sie außerdem ein Studienprojekt zu dieser Thematik. Fünfzehn Studierende des Studiengangs Landschaftsplanung untersuchen die historische Pflanzenverwendung und ihre ökologischen Folgen am Beispiel der vier Berliner Stadtparkanlagen Humboldthain, Viktoriapark, Bürgerpark Pankow und Schillerpark. "Damit wollen wir die Untersuchungsmethodik des Forschungsprojektes vorab testen", erläutert Ina Säumel. Am Fachgebiet Denkmalpflege wird derzeit der Antrag auf mehrjährige Förderung für das Projekt "GreenTraces from past to future: Stadtparks als kulturelles und ökologisches Erbe Europas" erarbeitet. So sollen die Stadtparks als grüne Spuren aus der Vergangenheit für die Gegenwart lesbar werden.

KoKo / Quelle: "TU intern", 1/2010

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