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TU Berlin

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Forschung

Spitze in der Bioschulverpflegung

Montag, 16. November 2009

Untersuchungen in fünf europäischen Ländern

Apfel statt Hamburger: Das Interesse an gesunder Ernährung für Kinder nimmt zu
Lupe

Die Schulverpflegung in Deutschland befindet sich im Wandel vom Pausenbrot hin zu einer Vollverpflegung mit einem warmen Mittagessen. Mehr Schulstunden pro Tag aufgrund der Verkürzung des Abiturs, die Ausweitung der Ganztagsschule und das Interesse an gesunder Ernährung für Kinder und Jugendliche treiben diese Entwicklung an und zeigen Chancen für eine Bioernährung auf. Allerdings ist die Schulverpflegung aufgrund der zersplitterten Zuständigkeiten in Deutschland sehr unübersichtlich und es gibt eine Vielfalt an Angeboten in unterschiedlicher Qualität. Berlin ist in Deutschland ein Spitzenreiter in puncto verbindliche Qualitätsstandards beim Schulessen. Im europäischen Vergleich hat Italien die Nase vorn. Das sind zwei Ergebnisse des kürzlich erschienenen Berichtes aus dem internationalen Forschungsprojekt "Innova-tive Public Organic Food Procurement for Youth" (iPOPY). Beteiligt ist auch Dr. Benjamin Nölting vom Zentrum Technik Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Die Forscher analysierten die öffentliche Bioverpflegung von Kindern und Jugendlichen in Italien, Finnland, Dänemark, Norwegen und fallweise in Deutschland und untersuchten, wie der Konsum von Biolebensmitteln in der öffentlichen Verpflegung gesteigert werden kann.

"Noch ist die Verpflegung an deutschen Schulen vielfach unbefriedigend. Doch immer mehr Akteure bemühen sich um eine Qualitätsverbesserung. Dies geht oft einher mit der Vergabe der Schulverpflegung an Catering-Unternehmen und ein professionelles Management. Diese Entwicklungen können eine Chance für Biolebensmittel in der Schulverpflegung sein", sagt Benjamin Nölting.

Als ein erfolgversprechender Ansatz hat sich die Durchsetzung von Qualitätskriterien erwiesen. In Berlin ist ein zehnprozentiger Mindestanteil an Bioprodukten in den Ausschreibungen für professionelle Caterer festgeschrieben. Dieser Weg zeigt, dass damit der Einsatz von Bioprodukten gesteigert wird. In den meisten Bundesländern werden die Standards von Schule zu Schule neu verhandelt. Daher liegt der durchschnittliche Anteil der Biolebensmittel in der deutschen Schulverpflegung vermutlich in etwa gleichauf mit dem privaten Konsum, der sich auf circa drei Prozent des Lebensmittelumsatzes beläuft.

tui / Quelle: "TU intern", 11/2009

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