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Forschung

Überall und nirgendwo zu Hause

Montag, 12. Oktober 2009

Kinder von mobilen Mitarbeitern entwickeln dritte Heimatkultur

"Third Culture Kids" sind
anpassungsfähig
"Third Culture Kids" sind anpassungsfähig
Lupe [1]

Kindergarten in London, Vorschule in Rio und Grundschule in Moskau: Was früher hauptsächlich Kinder von Diplomaten betraf, wird im Rahmen der Globalisierung mit steigender Mobilität der Arbeitnehmer immer gängiger. Auch Kinder von entsandten Mitarbeitern globaler Unternehmen, Facharbeitern, Entwicklungshelfern, Lehrern, Medienvertretern, Militärbediensteten oder Missionaren ziehen während ihrer Kindheit und Jugend oft um und wechseln dabei die Kultur. TU-Forscherin Angela Ittel (siehe auch "Neu berufen" [2]) untersucht "Third Culture Kids".

Diese Kinder fühlen sich weder der Kultur ihrer Eltern noch der Kultur ihres Aufenthaltslandes zu hundert Prozent zugehörig. Sie entwickeln eine eigene, eine dritte Heimatkultur. Man spricht in diesen Fällen von sogenannten "Third Culture Kids", erläutert Prof. Dr. Angela Ittel vom Fachgebiet Pädagogische Psychologie am Institut für Erziehungswissenschaft [3] der TU Berlin.

In dem seit 2008 laufenden Pilotprojekt "TCK - Third Culture Kids" wurden unter ihrer Leitung rund 60 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, die internationale Schulen in Berlin besuchen und dem Profil von "Third Culture Kids" entsprechen, zu Themen wie Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und Integration befragt. Dazu beantworteten sie in englischer Sprache Fragebögen, die derzeit ausgewertet werden.

"Überrascht hat uns, dass die Befragten, die angaben, über eine geringe Selbstwirksamkeit zu verfügen, ihrer Meinung nach anpassungsfähiger seien", kommentiert Professor Angela Ittel die ersten Ergebnisse ihrer Untersuchung. Interessant sei auch, dass sich der ständige Ortswechsel positiv auf Schulnoten und Integration innerhalb der Familie auswirke.

Ziel des erziehungswissenschaftlichen Projekts ist es, die Gruppe der "TCKs" besser zu verstehen, um Lehrerinnen und Lehrer für dieses Thema zu sensibilisieren.

vbk / Quelle: "TU intern", 10/2009

"TU intern" Oktober 2009

  • Online-Inhaltsverzeichnis [4]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Oktober 2009 [5]
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