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TU Berlin

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Forschung

Ein Titan für die Wissenschaft

Montag, 12. Oktober 2009

TU Berlin baut hochmodernes Gebäude für Elektronenmikroskopie

Rund 120 Bohrungen, die bis zu zehn Metern in die Tiefe reichen, werden für das Fundament des Gebäudes auf dem Nordcampus vorgenommen
Lupe

Eine aktuelle Zeitung, Münzen und Pläne, eine vergoldete Wespe und weitere Mikroskopierproben verschwanden in der goldenen Hülse, die am 25. August auf dem Nordcampus der TU Berlin in den Grundstein für ein Gebäude eingelassen wurde, das höchsten technischen Standards genügen muss: Es ist für die Installation eines hochsensiblen wissenschaftlichen Instrumentes vorgesehen, einem Transmissionselektronenmikroskops.

"Es werden heute immer mehr Bauelemente im Mikrometer- oder sogar im Nanometerbereich verwendet, zum Beispiel im Halbleiter- oder Leuchtdiodenbau", erklärt Prof. Michael Lehmann vom Fachgebiet Elektronenmikroskopie und -holographie. „Deshalb müssen wir die Struktureigenschaften dieser winzigen Teile genau untersuchen können.“ Das Mikroskop ist für die Elektronenholographie elektronenoptisch optimiert und weltweit einzigartig. Finanziert wird es anteilig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der TU Berlin. Eingesetzt wird das neue, hochleistungsfähige Transmissionselektronenmikroskop "Titan 80-300 Berlin Holography Special" dann unter anderem für Untersuchungen im DFG-Sonderforschungsbereich Halbleiter-Nanophotonik (Sfb 787) und im DFG-Exzellenzcluster UniCat, bei denen die TU Berlin Sprecherhochschule ist. "Wir werden aber auch Lehre und Praktika anbieten sowie Untersuchungen für mittelständische Unternehmen der Region", erklärt Michael Lehmann.

Damit ein solches Hightech-Instrument exakt arbeiten kann, müssen elektromagnetische Streufelder, Vibrationen, akustische Störungen und Temperaturschwankungen vermieden werden. Das soll unter anderem das Haus-im-Haus-Prinzip garantieren. Das Mikroskop selbst wird in einem Haus mit eigenem Fundament stehen, umschlossen von einem zweiten Haus, das die übrigen Räume beherbergt. Die ausgeklügelte Haustechnik sowie das begrünte Dach als Klimapuffer sorgen dafür, dass die Temperatur in den Mikroskopräumen innerhalb einer halben Stunde nur um 0,1 Grad Celsius schwankt. Um die Vibrationen zu minimieren, wurde der Boden mittels 122 bis zu zehn Meter tiefen Pfählen verfestigt. Das Kernhaus wird auf einer ein Meter dicken Stahlbetonplatte errichtet. Damit sollen Vibrationen des Straßenverkehrs der S- und U Bahn sowie der Deutschen Bahn am Bahnhof Zoologischer Garten stark reduziert werden. Verantwortlich für den Bau ist das Gebäude- und Dienstemanagement der TU Berlin unter Leitung von Hans-Joachim Rieseberg. Im späten Frühjahr nächsten Jahres soll das Gebäude eingeweiht werden. Der "Titan" wird dann im Herbst 2010 installiert.

pp/sn / Quelle: "TU intern", 10/2009

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