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TU Berlin

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Forschung

Der Computer, der mitwächst

Montag, 12. Oktober 2009

Projekt im Bereich "Cloud Computing" gestartet

Kabelsalat und Computerprobleme in jeder Firma und jedem Haushalt werden bald der Vergangenheit angehören, wenn es nach den Ideen der TU-Informatiker geht
Lupe

Verzweiflung, durchwachte Nächte, große überflüssige Geldausgaben stehen oft für junge Unternehmer aller Branchen auf dem Programm, die für viel Geld ihre frisch gegründeten Firmen mit geeigneten Computern, Servern und Software ausstatten müssen - und die keinen Informatiker an Bord haben: Die Programme laufen nicht, wie sie sollen, oder die Server sind zu klein für bestimmte Aufgaben. Ein teurer externer Fachmann muss gerufen werden - und der stellt womöglich auch noch fest, dass die Ausstattung falsch ist. Dieses Szenario ist tausendfach nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt zu beobachten. "Das Cloud Computing kann hier Abhilfe schaffen und insbesondere Start-ups in der Gründungsphase entlasten", sagt Dr. Matthias Hovestadt, Mitarbeiter am Fachgebiet Komplexe und Verteilte IT-Systeme der TU Berlin. "Es ist ein sehr junges Forschungsgebiet in der Informatik, mit dem in Zukunft Firmen aller Art Serverressourcen und temporäre Softwarenutzung nach Bedarf kaufen oder mieten können, ohne sich um die Wartung der Systeme kümmern zu müssen. Dadurch sparen sie sehr viel Geld und Energie und können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Die Infrastruktur kann flexibel mit den steigenden Anforderungen wachsen, ohne Kapital zu binden." Die Idee dahinter ist so einfach, wie die Umsetzung ambitioniert ist: Anbieter stellen große Computer und Server sowie Software zur Verfügung, auf die per Internet von den Kunden „on demand“ zugegriffen werden kann. Attraktiv ist das sowohl für kleine und mittelständische Unternehmen, die kostengünstig und wartungsfrei Dienste nutzen können, als auch für große Unternehmen, die mit einer so flexiblen Infrastruktur Ressourcen zeitnah und präzise den anstehenden Aufgaben zuweisen können. „Großes Potenzial hat Cloud Computing auch in Schulen, Universitäten oder Behörden, wo Server eher für kurzfristige oder einmalige Projekte benötigt werden“, ergänzt Hovestadts Kollege Dr. Dominic Battré. Das Fachgebiet unter Leitung von Prof. Dr. Odej Kao startete am 1. Oktober zusammen mit dem Fachgebiet Datenbanksysteme und Informationsmanagement (Prof. Dr. Volker Markl) und dem IT-Dienstleistungszentrum tubIT der TU Berlin das Projekt "Berlin Cloud-Based Infrastructures" (BCI), das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 500 000 Euro gefördert wird. Ziel sind der Aufbau und Betrieb einer großen Cloud-Infrastruktur sowie der Wissenstransfer für deren Realisierung. Am Ende soll sowohl ein Angebot unter anderem an Technologie- und Gründerzentren stehen, die als Cloud-Computing-Provider agieren könnten, als auch die Nutzung der aufgebauten Infrastruktur durch die TU Berlin selbst. Studierende und Doktoranden werden ebenfalls ins Projekt eingebunden, sodass der Nachwuchs in diesem zukunfsträchtigen Projekt gleich mit ausgebildet wird. Professor Odej Kao dazu: "Die TU Berlin gewinnt dadurch ein Alleinstellungsmerkmal zu anderen deutschen und europäischen Universitäten, welches die bereits erfolgreiche Forschung in diesem Bereich nachhaltig stützen wird."

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2009

Lesen Sie auch den Artikel "Grüne Computertechnik von morgen" in dieser Ausgabe.

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