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TU Berlin

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Forschung

Das Berliner Wissensdreieck

Montag, 12. Oktober 2009

1,2 Millionen Euro für ein Innovationslabor zur Entwicklung neuer Röntgentechnologien

Das neue BLiX-Labor ist angesiedelt bei der Stiftungsprofessur "Analytische Röntgenphysik" von Birgit Kanngießer
Lupe

Auf rund 250 Quadratmetern wird Anfang 2010 ein auf Röntgenanalyse spezialisiertes Labor eröffnet, dessen wissenschaftliche Möglichkeiten genauso einzigartig sind wie seine Entstehungsgeschichte: BLiX, das "Berlin Laboratory for innovative X-ray Technologies", wird am TU-Institut für Optik und Atomare Physik angesiedelt sein und startet mit einer Drittmittelausstattung von insgesamt 1,2 Millionen Euro.

800000 Euro erhält die TU Berlin von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Bildung aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) zur Entwicklung einer weltweit einmaligen Laser-Plasma-Quelle. Damit werden Experimente möglich, die bisher nur an Synchrotronquellen wie BESSY durchführbar sind. Auch Strukturen, die dünner sind als 100 Nanometer, wie zum Beispiel diejenigen innerhalb von Dünnschicht-Solarzellen, können mit dieser Laserquelle untersucht werden. BLiX schlägt so eine Brücke zur Nanotechnologie und zur biologischen Struktur- und Wirkstoffforschung.

Das Labor soll außerdem durch Angebote an kleine und mittlere Unternehmen für einen Technologietransfer in die Wirtschaft stehen sowie als Ausgangspunkt für innovative kommerzielle Produkte dienen. Zur Umsetzung dieser Säule erhielt das beteiligte Max-Born-Institut 400000 Euro vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Die Laborgründung geht zurück auf die Entwicklung einer Konzeptstudie des Max-Born-Instituts unter Mitarbeit der TU Berlin und weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen für innovativen Technologietransfer. Ziel war es, den Austausch zwischen Einrichtungen der Grundlagenforschung und mittelständischen Unternehmen zu erleichtern.

Wissenschaftlich geleitet wird das Projekt von TU-Wissenschaftler Dr. Wolfgang Malzer, der zum neuen Stiftungslehrstuhl "Analytische Röntgenphysik" gehört. Inhaberin der Stiftungsprofessur mit dem Schwerpunkt Röntgenspektroskopie und Röntgenanalytik ist Professorin Birgit Kanngießer. Zwölf Röntgentechnologie-Unternehmen sowie die Technologiestiftung Berlin haben sich zusammengeschlossen, um diese Stiftungsprofessur seit Januar 2009 zu finanzieren. Sie stärkt die Alleinstellung der TU Berlin auf diesem Gebiet innerhalb der Berliner Universitäten und ist Ausweis der hohen Vernetzung in der nationalen und internationalen Forschungs- und Unternehmenslandschaft. Sie ist außerdem wichtiger Teil der Zukunftsstrategie, die die TU Berlin mit der Gründung ihrer "Innovationslabors" verfolgt.
Mit dieser Professur, die mit 650000 Euro ausgestattet ist, war der Technologiestiftung Berlin eine neuartige Konstruktion gelungen. Sie ist als gemeinnützige Stiftung anerkannt.

Mit dem BLiX entsteht so ein fruchtbares "Wissensdreieck" zwischen Universität, Forschungsinstituten und Wirtschaft, dessen Ziele sowohl Innovation als auch Ausbildung, Technologietransfer und nicht zuletzt auch die Schaffung von Arbeitsplätzen sind. Es untermauert in dem stark forschungsbetonten Zukunftsfeld der UV- und Röntgentechnologien das auch international einmalige Potenzial der Region Berlin-Brandenburg, in der etwa 60 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in diesem Bereich tätig sind.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2009

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