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TU Berlin

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Forschung

Neue Bilder vom Mond

Donnerstag, 16. Juli 2009

TU-Forscher sind maßgeblich an der Vermessung des Erdtrabanten beteiligt

Lunar Reconnaissance Orbiter
Der Lunar Reconnaissance Orbiter, der den Höhenmesser LOLA enthält, kreist derzeit um den Mond, fotografiert und vermisst ihn
Lupe

"Wir werden mit den Daten des Laser-Höhenmessers LOLA den Mond neu vermessen", berichtet Jürgen Oberst. Er ist Professor am Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik, Fachgebiet Planetengeodäsie, der TU Berlin und Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Planetenforschung, Planetengeodäsie.

Mitte Juni startete die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA nach mehr als dreißig Jahren mit ihrem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) wieder ein hochkarätiges Monderkundungsprojekt. Jürgen Oberst ist mit seinem Spezialgebiet Planetenforschung und Geodäsie für die NASA der Experte der Wahl. Das Kürzel LOLA steht für Lunar Orbiter Laser Altimeter. Das Team um Professor Oberst wird Stereobilddaten der LRO-Kamera verarbeiten und auswerten, die von Bord der Sonde zur Erde gesendet werden. Aus den verschiedenen Daten sollen präzise topografische Karten der Mondoberfläche und Modelle für die globale Form des Erdtrabanten erstellt werden, um zum Beispiel geeignete Landeplätze für zukünftige Mondmissionen zu finden.

Inzwischen sind auch erste Bilder von der kraterzerklüfteten Region um das lunare Mare Nubium eingetroffen, die die am 30. Juni aktivierte Mondkamera aufgenommen hat.

"Während der Mission liefert LOLA 28-mal pro Sekunde jeweils fünf Höhenmessungen mit extrem hoher räumlicher Auflösung", erläutert Jürgen Oberst. Insbesondere sollen die noch weitgehend unerforschten Polregionen erkundet werden. In tiefen Kratern werden dort Eisvorkommen vermutet. Außerdem wollen der Experte und sein Team ehemalige Landeplätze aufspüren und vermessen. "Aus 50 Kilometer Höhe können wir bei einem halben Meter Auflösung die zurückgelassenen Antennen und Laser-Reflektoren der Apollo-Missionen sehen. Diese stellen wichtige Vermessungspunkte dar, die praktisch das Koordinatensystem des Mondes definieren. Vielleicht können wir sogar die Fahrspuren der Rover erkennen", hofft Oberst.

tui / Quelle: "TU intern", 7/2009

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