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TU Berlin

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Forschung

Energien für die Zukunft

Donnerstag, 16. Juli 2009

Das "Center of Knowledge Interchange" lud zum Austausch zwischen Forschern, Studierenden und Industrie-Managern

Siemens-Ausstellung im "Science Express": Auf einem interaktiven Pult startet der Besucher einen virtuellen Rundflug entlang aller Stationen der Energieumwandlung
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"Nachhaltigkeit heißt, Herausforderungen, die sich als Konsequenz aus globalen Megatrends wie Urbanisierung, demografischer Wandel, Klimawandel und Globalisierung ergeben, nicht auf Kosten der nächsten Generationen zu lösen", erklärt Dr. Heinrich Hiesinger, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Vorstand des "Industry Sector". Er ist "Pate" des "Center of Knowledge Interchange" (CKI), einer seit mittlerweile fünf Jahren bestehenden strategischen Allianz der TU Berlin mit dem Weltkonzern, die am Fachgebiet Strategische Führung und Globales Management von Professor Dodo zu Knyphausen-Aufseß angesiedelt ist. Nur zehn renommierte Forschungsuniversitäten weltweit verfügen über eine solche Allianz, die den Austausch zwischen Forschung und Praxis sowie die Kontakte des Unternehmens mit Studierenden und Wissenschaftstalenten stärken soll. Der Siemens-Manager war einer der Hauptredner der CKI-Fachkonferenz, auf der sich im Juni TU-Forscher mit Siemens-Managern zum Thema "Energien der Zukunft" austauschten.

Heinrich Hiesinger
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"Eine der anspruchsvollsten Herausforderungen ist der fortschreitende Klimawandel“, betonte Hiesinger. Doch auch die anderen Trends spielten eine wichtige Rolle. Zum Beispiel der demografische Wandel und die Urbanisierung. Die städtischen Infrastrukturen stießen mittlerweile an ihre Grenzen. Die sogenannten Megacitys wüchsen mit unglaublicher Geschwindigkeit und verursachten große Versorgungs- und Verkehrsprobleme. Allein Tokio werde demnächst die Einwohnerzahl Argentiniens erreichen. Wie aber kann der steigende Energiebedarf gedeckt werden? Wie kann Energie zuverlässig bereitgestellt werden, die Umwelt und Klima schont und gleichzeitig bezahlbar ist? Wie schafft man es, Wachstum zu erzeugen, Wohlstand zu sichern und gleichzeitig den Klimawandel aufzuhalten? Zur Lösung dieser Probleme benötigen Unternehmen wie Siemens ständig die Innovationskraft von Ingenieurinnen und Ingenieuren. "Ich sehe mit Sorge, dass in Deutschland rund 60000 davon fehlen", so Hiesinger. "Die aktuelle Wirtschaftskrise, die größte seit Jahrzehnten, ist nicht durch Sparen zu bewältigen, sondern nur durch Investitionen in eine nachhaltige und ökologisch orientierte Weltwirtschaft - auf der Basis sauberer, innovativer Technologien." Deutschland habe dabei gute Chancen. Es sei derzeit mit einem Marktanteil von 16 Prozent nicht nur Spitze im Export umweltfreundlicher Technologien, sondern auch Vorreiter in der Anwendung: Der Energieverbrauch der USA pro Billion Dollar des Bruttoinlandsproduktes sei mehr als doppelt so hoch wie der deutsche. Der chinesische Verbrauch im Verhältnis zum BIP läge sogar fast beim Fünffachen dessen, was in Deutschland verbraucht werde. Das Bedarfspotenzial für deutsche Hochtechnologie auf diesem Sektor sei also noch bedeutend. Hiesinger nannte als Beispiel für konkurrenzlose Spitzentechnologie die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, mit der Strom ohne größere Reibungsverluste über Tausende von Kilometern transportiert werden kann. Nur zwei Unternehmen weltweit beherrschten diese Technik. Sie sei unersetzlich für das geplante Projekt, Strom aus Solaranlagen in der afrikanischen Wüste für Nordeuropa zu gewinnen. Und er kündigte auch schon den nächsten Quantensprung der Energieversorgung der Zukunft an: das intelligente Netz, in dem Verbraucher und Erzeuger kommunizieren, um Strom dann bereitzustellen, wenn er gebraucht wird. Nachladbare Elektrobatterien im Auto würden in diesem Szenario sogar zu mobilen Energiespeichern.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 7/2009

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